Pipeflow

Die beste Uhrzeit für Instagram findest du selbst.

Warum pauschale Uhrzeiten wenig bringen und wie du mit Statistiken und eigenen Tests deine Zeit findest.

Warum es keine beste Uhrzeit für alle gibt

Im Netz kursieren Listen mit angeblich perfekten Uhrzeiten: Mittwoch um elf, Sonntagabend, jeden Tag zur Mittagspause. Solche Listen beruhen auf Durchschnittswerten über sehr viele, sehr unterschiedliche Konten. Ob sie für deinen Betrieb stimmen, sagen sie nicht.

Deine Follower sind keine Durchschnittsmenschen. Die Kundschaft einer Bäckerei in einem kleinen Ort ist zu anderen Zeiten am Handy als die Mandanten einer Steuerberatung oder die Gäste einer Bar. Dazu kommt: Instagram zeigt Beiträge nicht streng nach Uhrzeit sortiert an, sondern mischt nach eigenen Kriterien. Die Uhrzeit ist also ein Faktor unter mehreren, nicht der Schalter für Erfolg.

Die gute Nachricht: Du musst nicht raten. Mit einem professionellen Konto hast du die Daten, um deine eigene Antwort zu finden.

Wo du siehst, wann deine Follower aktiv sind

Wenn dein Instagram-Konto ein Business- oder Creator-Konto ist, hast du Zugriff auf Statistiken, in der App teils auch Insights genannt. Du findest sie über dein Profil, meist über das Dashboard für professionelle Konten oder einen Eintrag wie „Statistiken ansehen“. Die Bezeichnungen und Wege ändern sich immer wieder, also nicht wundern, wenn es bei dir etwas anders heißt.

Interessant ist der Bereich über deine Follower. Dort zeigt Instagram, sofern genug Daten vorhanden sind, zu welchen Tageszeiten und an welchen Wochentagen deine Follower besonders aktiv sind. Bei sehr kleinen Konten fehlt diese Auswertung manchmal, weil noch zu wenig Daten da sind.

Diese Angaben sind ein guter Ausgangspunkt, aber noch keine fertige Antwort. Aktiv sein heißt nicht automatisch, dass jemand gerade Lust hat, sich Beiträge von Betrieben anzuschauen. Deshalb lohnt es sich, die Angaben mit eigenen Tests zu prüfen.

Denk an den Alltag deiner Kundschaft

Bevor du testest, überleg dir, wann deine Kundschaft überhaupt Gelegenheit hat, aufs Handy zu schauen. Das sind Vermutungen, keine Regeln, aber sie liefern dir sinnvolle Zeitfenster zum Testen, statt wahllos herumzuprobieren. Ein paar Beispiele, wie unterschiedlich das sein kann:

  • Café: Gäste entscheiden oft kurzfristig, wo sie frühstücken oder Kuchen essen. Ein Beitrag am Vormittag oder vor dem Wochenende kann passen.
  • Friseursalon: Termine werden oft abends vom Sofa aus gebucht. Ein Beitrag am frühen Abend liegt nahe.
  • Handwerksbetrieb: Wer eine neue Küche oder ein Bad plant, schaut sich Ideen oft in Ruhe am Wochenende an.
  • Physiopraxis: Viele Patientinnen und Patienten sind tagsüber berufstätig und scrollen eher in Pausen oder nach der Arbeit.

So testest du Uhrzeiten richtig

Ein Test ist nur aussagekräftig, wenn du nicht zu viel auf einmal veränderst. So gehst du vor:

  • Zwei oder drei Zeitfenster wählen: zum Beispiel Vormittag, Mittag und früher Abend, abgeleitet aus deinen Statistiken und dem Alltag deiner Kundschaft.
  • Über mehrere Wochen abwechseln: Poste eine Zeit lang in einem Zeitfenster, dann im nächsten, oder wechsle innerhalb der Woche ab.
  • Ähnliche Beiträge vergleichen: Ein Foto vom fertigen Projekt und eine Textkachel mit Öffnungszeiten laufen ohnehin unterschiedlich. Vergleiche Gleiches mit Gleichem.
  • Notieren: Schreib dir pro Beitrag Tag, Uhrzeit und Thema auf und nach ein paar Tagen Reichweite, Kommentare und Speicherungen.
  • Sonderfälle aussortieren: Feiertage, Ferien oder ein besonders beliebtes Thema verzerren das Ergebnis.

Die Ergebnisse richtig lesen

Nach einigen Wochen hast du eine kleine Tabelle. Schau nicht nur auf den besten Einzelbeitrag, sondern auf die Tendenz: Läuft ein Zeitfenster immer wieder etwas besser als die anderen? Dann ist das deine vorläufige Standardzeit.

Achte auf die passende Kennzahl. Reichweite zeigt, wie viele Konten einen Beitrag gesehen haben. Kommentare, Speicherungen und Nachrichten zeigen, ob er Menschen wirklich interessiert hat. Für einen Betrieb zählt am Ende auch, ob Anfragen, Buchungen oder Besuche kommen. Wenn nach Beiträgen am Abend mehr Terminanfragen eintrudeln, ist das ein starkes Signal, auch wenn die Likes ähnlich sind.

Zeigt sich kein Unterschied, ist das auch eine Antwort: Dann ist die Uhrzeit bei dir nicht der entscheidende Hebel, und du nimmst die Zeit, die dir am besten passt. Deine Energie steckst du dann besser in die Inhalte. Wiederhole den Test ab und zu, denn Gewohnheiten ändern sich mit den Jahreszeiten, und deine Follower ändern sich, wenn dein Konto wächst.

Wenn die beste Zeit nicht in deinen Arbeitstag passt

Oft liegt die beste Uhrzeit genau dann, wenn du selbst keine Hand frei hast: am frühen Morgen in der Backstube oder am Abend beim letzten Kunden. Die Lösung heißt planen. Mit einem professionellen Konto kannst du Beiträge in der App für später einplanen, die Option steckt meist in den erweiterten Einstellungen beim Erstellen eines Beitrags. Daneben gibt es Werkzeuge, die das Planen übernehmen.

Wichtig ist nur, dass du trotzdem kurz reinschaust, wenn der Beitrag online ist. Wenn gleich Fragen kommen und du zeitnah antwortest, ist das für die Leute, die fragen, ein gutes Zeichen.

Kurz gefragt.

Gibt es eine Uhrzeit, zu der ich nie posten sollte?

Pauschal nicht. Mitten in der Nacht erreichst du vermutlich weniger Menschen, aber auch das hängt von deiner Zielgruppe ab. Deine Statistiken zeigen dir, wann bei dir wenig los ist.

Wie lange sollte ich eine Uhrzeit testen?

So lange, bis mehrere Beiträge pro Zeitfenster zusammenkommen. Ein einzelner Beitrag sagt wenig, weil Thema und Bild oft mehr Einfluss haben als die Uhrzeit.

Gilt die beste Uhrzeit für Instagram auch für LinkedIn?

Nicht automatisch. Auf LinkedIn ist ein anderes Publikum unterwegs, oft im beruflichen Zusammenhang. Teste dort getrennt und nutze die Analysen, die LinkedIn für Profile und Unternehmensseiten anbietet.

Und Pipeflow?

In Pipeflow wählst du die Uhrzeit, zu der deine Beiträge erscheinen sollen. Zeigt dein Test ein anderes Zeitfenster als besser, stellst du eben diese Uhrzeit ein. Die Beiträge für Instagram und LinkedIn plant Pipeflow aus deiner Website, und sie gehen erst raus, wenn du sie freigegeben hast. Welche Uhrzeit für dich die beste ist, findest du trotzdem selbst über deine Statistiken heraus.

Probier es mit deiner Website.

Pilotphase: kostenlos testen. Nichts wird veröffentlicht, bevor du es freigibst.