Was ein Business-Konto bringt
Ein Instagram-Konto gibt es in zwei Varianten: privat und professionell. Das professionelle Konto teilt sich wiederum in Business und Creator. Für einen Betrieb ist das Business-Konto meistens die naheliegende Wahl.
Was du damit bekommst: Statistiken zu deinen Beiträgen und Followern, Kontaktdaten wie Telefonnummer, E-Mail oder Adresse als Schaltflächen im Profil, eine Kategorie unter deinem Namen, etwa „Bäckerei“ oder „Elektriker“, und die Möglichkeit, Werbeanzeigen zu schalten. Außerdem setzen viele externe Werkzeuge zum Planen von Beiträgen ein professionelles Konto voraus.
Die Umstellung selbst kostet nichts, und du kannst sie in den Einstellungen auch wieder rückgängig machen.
Neues Konto oder bestehendes umstellen?
Wenn du Instagram bisher privat nutzt, mit Urlaubsfotos und Familie, leg für den Betrieb besser ein eigenes Konto an. Ein Business-Konto ist öffentlich sichtbar, und deine privaten Kontakte wollen vermutlich keine Angebote zur Heizungswartung sehen.
Gibt es schon ein Konto, das nach dem Betrieb benannt ist und bisher als privates Konto läuft, stellst du einfach dieses um. Follower und bisherige Beiträge bleiben dabei erhalten.
In der Instagram-App kannst du mehrere Konten anlegen und zwischen ihnen wechseln. Ein neues Konto erstellst du meist über den Kontonamen oben im Profil oder über die Einstellungen. Nutze dafür eine E-Mail-Adresse des Betriebs, auf die auch später noch jemand Zugriff hat, falls du einmal nicht erreichbar bist.
Schritt für Schritt umstellen
Die Wege in der App ändern sich immer wieder, die Grundlogik bleibt aber gleich. Die Bezeichnungen können bei dir leicht abweichen.
- Profil öffnen: Tippe in der App auf dein Profilbild, um zu deinem Profil zu kommen.
- Einstellungen aufrufen: Über das Menü, meist drei Striche oben rechts, gelangst du zu den Einstellungen.
- Kontotyp suchen: Such einen Bereich wie „Kontotyp und Tools“ oder „Für professionelle Konten“. Findest du ihn nicht, hilft die Suche in den Einstellungen.
- Zu professionellem Konto wechseln: Tippe auf die entsprechende Option und folge den Hinweisen.
- Kategorie wählen: Nimm die Kategorie, die deinen Betrieb am besten beschreibt, und entscheide, ob sie im Profil sichtbar sein soll.
- Business auswählen: Instagram fragt, ob du Creator oder Business bist. Für einen Betrieb wähle Business.
- Kontaktdaten prüfen: Leg fest, welche Kontaktmöglichkeiten im Profil erscheinen sollen, und schließ den Vorgang ab.
Kategorie, Kontaktdaten und Profil fertig machen
Nach der Umstellung lohnt sich ein kurzer Blick auf alles, was Besucher zuerst sehen. Die Kategorie hilft, dass Menschen sofort verstehen, was du machst. Wähle sie so genau wie möglich: „Tischlerei“ sagt mehr als eine allgemeine Kategorie wie „Lokales Unternehmen“, sofern die passende angeboten wird.
Bei den Kontaktdaten gilt: Nur angeben, was auch wirklich betreut wird. Eine Telefonnummer, unter der niemand abhebt, ärgert mehr, als wenn es gar keine gibt. Für viele Betriebe reichen Telefon und E-Mail, ein Geschäft mit Laufkundschaft profitiert zusätzlich von der Adresse.
Dann folgen Profilbild, Name, Bio und Link. Das Profilbild wird klein angezeigt, ein gut lesbares Logo oder ein klares Foto funktioniert besser als ein Bild mit viel Text. Denk auch daran, dass für geschäftliche Konten in Österreich und Deutschland in der Regel Pflichtangaben zum Anbieter leicht erreichbar sein müssen, oft über einen Link zum Impressum. Was genau für dich gilt, klärst du am besten mit der Wirtschaftskammer, der IHK oder Handwerkskammer oder einer Rechtsberatung.
Facebook-Seite verknüpfen: nötig oder nicht?
Während der Einrichtung fragt Instagram eventuell, ob du eine Facebook-Seite verbinden möchtest. Ob das nötig ist, hängt davon ab, was du vorhast.
Eine Verbindung kann praktisch sein, wenn du Werbung über die Werbewerkzeuge von Meta schalten willst, Nachrichten von beiden Plattformen an einem Ort bearbeiten möchtest oder ein Werkzeug nutzt, das diese Verbindung verlangt. Für das reine Posten auf Instagram ist sie nicht in jedem Fall erforderlich. Welche Verbindung ein bestimmtes Werkzeug braucht, steht in dessen Anleitung.
Wenn du verknüpfst, achte darauf, dass du auf der Facebook-Seite volle Rechte hast. Wurde die Seite damals von einer Agentur oder einem früheren Mitarbeiter angelegt, klär die Zugänge vorher, sonst hängst du später fest.
Typische Stolpersteine
Die meisten Probleme lassen sich in wenigen Minuten lösen. Wenn gar nichts klappt, hilft der Hilfebereich von Instagram, der die aktuellen Wege beschreibt. Diese Punkte kommen besonders oft vor:
- Konto soll privat bleiben: Professionelle Konten sind öffentlich. Wer privat bleiben will, braucht ein eigenes Konto für den Betrieb.
- Menüpunkt nicht gefunden: Aktualisiere die App und nutze die Suche in den Einstellungen, oft ist der Eintrag nur umbenannt.
- Zugang nur bei einer Person: Hinterlege E-Mail und Telefonnummer, auf die der Betrieb Zugriff hat, und aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
- Falscher Kontotyp: Wer versehentlich Creator gewählt hat, kann in den Einstellungen zu Business wechseln.
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