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Impressum auf Instagram und LinkedIn: so löst du es praktisch.

Auch ein geschäftliches Social-Media-Profil ist ein Auftritt nach außen, und dafür gelten in Österreich und Deutschland Informationspflichten.

Brauchen Instagram und LinkedIn ein Impressum?

Viele Betriebe denken beim Impressum nur an die Website. Nach verbreiteter Ansicht gelten die Informations- bzw. Impressumspflichten in Österreich und Deutschland aber auch für geschäftlich genutzte Profile auf Instagram, LinkedIn oder anderen Plattformen. Ein Profil, über das du deinen Betrieb vorstellst und Kunden gewinnen willst, ist eben mehr als ein privates Hobby.

Ein rein privates Konto, auf dem du Urlaubsbilder teilst, ist etwas anderes. Die Grenze ist aber nicht immer klar. Wer auf dem privaten LinkedIn-Profil regelmäßig für seine Steuerberatung wirbt oder Anfragen sammelt, bewegt sich schnell im geschäftlichen Bereich.

Dieser Artikel ist eine Orientierung, kein Rechtsrat. Die genauen Anforderungen hängen von deiner Rechtsform, deiner Branche und deinem Land ab.

Österreich und Deutschland: ähnliche Idee, eigene Regeln

In beiden Ländern ist das Ziel dasselbe: Wer geschäftlich auftritt, soll erkennbar und erreichbar sein. Die Pflichten stehen aber in unterschiedlichen Gesetzen. In Österreich spielen mehrere Regelungen zusammen, etwa aus dem Bereich E-Commerce, dem Unternehmensrecht und dem Medienrecht. In Deutschland ist vor allem die sogenannte Anbieterkennzeichnung maßgeblich, die lange im Telemediengesetz stand und inzwischen in einem neueren Gesetz geregelt ist.

Deshalb ist es keine gute Idee, einfach das Impressum eines deutschen Betriebs für einen österreichischen zu übernehmen oder umgekehrt. Nimm dein bestehendes Website-Impressum als Grundlage, wenn es geprüft ist, und lass es im Zweifel von einer Stelle ansehen, die sich mit deinem Land auskennt.

Die praktische Lösung: ein gut erreichbarer Link

Auf Instagram und LinkedIn hast du wenig Platz für lange Angaben. Die gängige Lösung ist deshalb ein Link auf das Impressum deiner Website. Wichtig ist, dass dieser Link leicht zu finden ist und klar als Impressum erkennbar ist. Häufig wird als Faustregel genannt, dass das Impressum mit wenigen Klicks erreichbar sein soll und die Bezeichnung eindeutig ist, etwa „Impressum“ oder „Kontakt und Impressum“.

Verlinkst du nur auf deine Startseite und das Impressum steckt ganz unten im Fußbereich, ist das weniger eindeutig. Besser ist ein direkter Link auf die Impressumsseite. Wenn du bereits eine Linkseite mit mehreren Links nutzt, sollte das Impressum dort sichtbar und gut benannt sein.

Der Vorteil dieser Lösung: Du pflegst deine Angaben nur an einer Stelle. Ändert sich die Adresse oder die Telefonnummer, passt du die Website an, und alle Profile verweisen automatisch auf den neuen Stand. Das ist sicherer, als Angaben in mehreren Profilen einzeln zu pflegen und irgendwo eine alte Version zu vergessen.

So setzt du das auf Instagram um

Bei Instagram kannst du in deinem Profil Links hinterlegen. Wie das genau heißt und wie viele Links möglich sind, ändert sich immer wieder. Du findest es in der Regel unter „Profil bearbeiten“. Ein Weg, den viele Betriebe nutzen:

  • Link setzen: direkt die Impressumsseite deiner Website eintragen oder einen Link mit dem Titel „Impressum“ anlegen.
  • Bio ergänzen: ein kurzer Hinweis wie „Impressum: Link im Profil“ macht es zusätzlich sichtbar.
  • Prüfen: in der App und im Browser testen, ob der Link auf dem Handy funktioniert.
  • Aktuell halten: bei Umzug, neuer Rechtsform oder neuer Adresse die Website und den Link anpassen.

So setzt du das auf LinkedIn um

Auf LinkedIn unterscheidet sich die Lösung je nachdem, ob du ein persönliches Profil oder eine Unternehmensseite nutzt. Bei einer Unternehmensseite gibt es im Bereich mit den Seiteninformationen Felder für Website und Beschreibung. Dort kannst du auf das Impressum verweisen, zum Beispiel mit einem Satz wie „Impressum: deine-website.at/impressum“ in der Beschreibung.

Bei einem persönlichen Profil, das du geschäftlich nutzt, kannst du einen Link im Kontaktbereich oder in der Infobox ergänzen. Auch hier gilt: eindeutig benennen und direkt auf die Impressumsseite führen. Die Menüs ändern sich regelmäßig, orientiere dich an den aktuellen Hilfeseiten von LinkedIn.

Was ins Impressum gehört und wer dir verbindlich hilft

Was genau in dein Impressum gehört, hängt von deinem Betrieb ab. Typische Angaben sind Name bzw. Firma, Anschrift, Kontaktmöglichkeit, gegebenenfalls Firmenbuch- bzw. Registerangaben und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Für viele Berufe kommen weitere Angaben dazu, etwa zur zuständigen Kammer oder Aufsichtsbehörde und zu berufsrechtlichen Regeln. Das betrifft zum Beispiel Praxen, Kanzleien, Apotheken sowie Finanz- und Versicherungsberater.

Verbindliche Auskunft bekommst du in Österreich bei der Wirtschaftskammer, in Deutschland bei IHK oder Handwerkskammer, bei deiner Berufskammer oder bei einem Rechtsanwalt. Viele Kammern bieten Merkblätter und Beratung für Mitglieder an. Lass dein Impressum lieber einmal prüfen, als es aus anderen Seiten zusammenzukopieren.

Kurz gefragt.

Reicht ein Link auf meine Website-Startseite?

Sicherer ist ein direkter Link auf die Impressumsseite. Auf der Startseite muss man das Impressum erst suchen, und die Verbindung ist weniger eindeutig. Ein klar benannter, direkter Link ist die bessere Wahl.

Was ist, wenn ich keine Website habe?

Dann brauchst du eine andere Lösung, etwa eine einfache Seite nur mit dem Impressum oder die Angaben direkt im Profil, soweit der Platz reicht. Welche Variante für dich passt, klärst du am besten mit Kammer oder Rechtsberatung.

Braucht auch mein privates LinkedIn-Profil ein Impressum?

Wenn du es rein privat nutzt, in der Regel nicht. Nutzt du es aber regelmäßig für deinen Betrieb, zum Beispiel um Aufträge zu gewinnen, kann eine Pflicht bestehen. Lass das im Zweifel prüfen.

Und Pipeflow?

Pipeflow kümmert sich nicht um dein Profil und richtet kein Impressum ein, das bleibt deine Aufgabe. Was Pipeflow tut: Es plant Beiträge für Instagram und LinkedIn aus deiner Website und prüft vor jeder Veröffentlichung auf Pflicht-Angaben und auf Wörter, die nie vorkommen sollen. Welche Angaben für deinen Betrieb Pflicht sind, klärst du vorher mit Kammer oder Rechtsberatung.

Probier es mit deiner Website.

Pilotphase: kostenlos testen. Nichts wird veröffentlicht, bevor du es freigibst.