Der erste Eindruck zählt
Wenn jemand über einen Beitrag, eine Empfehlung oder die Suche auf deinem Profil landet, stellt er sich unbewusst ein paar Fragen: Wer ist das? Was bieten die an? Ist das in meiner Nähe? Wie komme ich zu einem Termin oder einer Bestellung? Findet er die Antworten nicht auf einen Blick, scrollt er weiter.
Das Profil ist also so etwas wie das Schaufenster deines Betriebs auf Instagram. Es muss nicht perfekt gestaltet sein, aber es sollte klar sein. Die wichtigsten Stellschrauben bringst du an einem Nachmittag in Ordnung, danach genügt es, ab und zu nachzuschauen, ob noch alles stimmt.
Profilbild, Benutzername und Name
Das Profilbild erscheint winzig: im Feed, bei Kommentaren, in Stories. Ein Logo funktioniert, wenn es auch klein noch erkennbar ist. Wo die Person im Vordergrund steht, etwa bei einer Physiotherapeutin mit eigener Praxis, wirkt ein freundliches Porträt oft besser. Das Bild wird rund zugeschnitten, also sollte nichts Wichtiges am Rand liegen.
Der Benutzername ist deine Adresse auf Instagram. Er sollte leicht zu merken und zu tippen sein, möglichst ohne viele Punkte, Unterstriche oder Zahlen. Ist der Name deines Betriebs schon vergeben, hilft oft ein Zusatz wie der Ort oder die Branche.
Das Namensfeld ist davon getrennt und wird bei der Suche berücksichtigt. Hier kannst du neben dem Betriebsnamen ein Stichwort unterbringen, nach dem Leute suchen, zum Beispiel „Tischlerei“ oder „Friseur“. Instagram begrenzt, wie oft du den Namen ändern kannst, überleg dir die Wahl also in Ruhe.
Die Bio: kurz sagen, was du machst
In der Bio hast du nur wenig Platz. Nutze ihn für das, was ein neuer Besucher wissen muss, nicht für Sprüche. Bewährt hat sich ein einfacher Aufbau: was du anbietest, für wen oder wo, und was der nächste Schritt ist.
Eine Bäckerei könnte zum Beispiel schreiben: „Handwerksbäckerei in dritter Generation. Sauerteigbrot, Kuchen und Torten auf Bestellung. Mo bis Sa ab 6 Uhr. Vorbestellen über den Link.“ Ein Elektriker vielleicht: „Elektroinstallation, Photovoltaik und Ladestationen für Private und Gewerbe in der Region. Anfragen per Nachricht oder Anruf.“
Vermeide leere Wörter wie „Qualität“ oder „Leidenschaft“, wenn sie nicht belegt sind. Konkrete Angaben wirken stärker. Ein Emoji als Aufzählungszeichen kann die Bio übersichtlicher machen, mehr als ein paar sollten es aber nicht sein.
Der Link im Profil
Der Link in der Bio ist die wichtigste Brücke von Instagram zu deinem Betrieb, denn in normalen Beiträgen sind Links nicht anklickbar. Überleg dir, wohin Besucher am häufigsten wollen: zur Terminbuchung, zur Speisekarte, zum Kontaktformular oder zur Startseite.
Instagram erlaubt inzwischen mehrere Links im Profil. Wie viele es sind und wie sie angezeigt werden, kann sich ändern. Weniger ist hier oft mehr: Ein klarer Link zur wichtigsten Seite wird eher geklickt als eine lange Liste. Hast du mehrere Ziele, ist eine eigene Unterseite auf deiner Website, die alles bündelt, eine gute Lösung. Dann hast du die Inhalte selbst in der Hand.
Prüf den Link regelmäßig am Handy. Nichts ist ärgerlicher als ein Link, der ins Leere führt oder auf eine Seite, die am Handy kaum zu bedienen ist.
Highlights: dein Schaufenster für Dauerbrenner
Stories verschwinden nach einem Tag, außer du speicherst sie als Highlight. Highlights erscheinen als kleine Kreise unter der Bio und bleiben dort, bis du sie entfernst. Damit eignen sie sich für alles, was Besucher immer wieder suchen.
Einheitliche Titelbilder in deinen Farben machen die Reihe ruhiger. Halte die Anzahl überschaubar und räum ab und zu auf, damit keine abgelaufenen Aktionen stehen bleiben. Bewährte Themen für Highlights sind zum Beispiel:
- Angebot: die wichtigsten Leistungen oder Produkte im Überblick
- Arbeiten: fertige Projekte, etwa ein neues Bad, eine Einbauküche oder Hochzeitstorten
- Team: wer im Betrieb arbeitet, natürlich nur mit Einwilligung der gezeigten Personen
- Anfahrt und Öffnungszeiten: wo du bist und wann man kommen kann
- Häufige Fragen: Antworten auf das, was sowieso jeder fragt
Pflichtangaben und letzter Check
Für geschäftliche Profile gelten in Österreich und Deutschland in der Regel Informationspflichten, etwa zu Name, Anschrift und Kontakt des Anbieters. Viele Betriebe lösen das über einen gut auffindbaren Link zum Impressum auf der eigenen Website. Was genau für dich gilt, klärst du am besten mit der Wirtschaftskammer, der IHK oder Handwerkskammer oder einer Rechtsberatung. Praxen und Kanzleien sollten zusätzlich ihr Berufsrecht im Blick haben, auch bei der Formulierung der Bio.
Zum Schluss ein kurzer Check aus Sicht eines Besuchers:
- Versteht man auf einen Blick, was du anbietest?
- Ist klar, wo du bist oder in welcher Region du arbeitest?
- Führt der Link auf eine Seite, die am Handy gut funktioniert?
- Sind Kontaktmöglichkeiten angegeben, die auch betreut werden?
- Passen Profilbild, Highlights und die letzten Beiträge optisch zusammen?
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