Die Kontotypen im Überblick
Instagram unterscheidet zwischen privaten und professionellen Konten. Professionelle Konten gibt es in zwei Ausprägungen: Business und Creator. Je nach App-Version und Sprache heißen sie in der Oberfläche auch etwas anders, zum Beispiel „Unternehmen“ statt Business.
Die Frage, ob Business oder Creator, stellt sich also erst, wenn du dich entschieden hast, dein Konto professionell zu führen. Für einen Betrieb ist das fast immer sinnvoll, weil du nur dann Statistiken und Kontaktfunktionen bekommst.
Was beide professionellen Konten gemeinsam haben
Viele Grundfunktionen sind bei beiden Kontotypen gleich oder sehr ähnlich. Instagram passt die Details aber immer wieder an, deshalb ist diese Übersicht bewusst allgemein gehalten:
- Statistiken: Du siehst, wie viele Konten deine Beiträge erreichen und wie sie reagieren.
- Öffentliches Profil: Beide Varianten sind öffentlich sichtbar, ein privat gestelltes Profil ist damit nicht möglich.
- Kategorie: Du kannst eine Kategorie wählen, die unter deinem Namen erscheint.
- Werbung: Du kannst Beiträge bewerben und Anzeigen schalten.
- Kontakt: Je nach Einstellung erreichen Besucher dich über Schaltflächen im Profil.
Wofür das Business-Konto gedacht ist
Das Business-Konto richtet sich an Unternehmen, Geschäfte, Marken und Organisationen. Also an alle, die etwas verkaufen oder eine Dienstleistung anbieten und dabei als Betrieb auftreten, nicht als Einzelperson.
Ein wichtiger Punkt für den Alltag: Viele externe Werkzeuge, mit denen man Beiträge plant, Statistiken auswertet oder mehrere Kanäle verwaltet, arbeiten mit professionellen Konten zusammen. Bei manchen ist das Business-Konto die Variante, die am besten unterstützt wird. Welche Kontotypen ein Werkzeug unterstützt, steht in seiner Anleitung. Prüf das, bevor du dich festlegst.
Das Business-Konto passt außerdem gut, wenn mehrere Leute das Konto betreuen, etwa die Chefin und eine Mitarbeiterin, die gerne fotografiert. Das Konto steht dann für den Betrieb und nicht für eine bestimmte Person.
Wofür das Creator-Konto gedacht ist
Das Creator-Konto ist für Menschen gedacht, die selbst im Mittelpunkt stehen: Content-Creator, Künstlerinnen, Fotografen, Coaches, also Leute, die ihre Person zur Marke machen. Instagram bietet dieser Gruppe teils eigene Werkzeuge an, etwa rund um Kooperationen mit Marken.
Ein Unterschied, der oft genannt wird, betrifft Musik: Für Unternehmenskonten ist die Auswahl an Musik für Reels und Stories häufig eingeschränkt, weil bei kommerzieller Nutzung andere Rechte gelten. Wie groß der Unterschied bei dir ist, siehst du am besten direkt in der App. Und ob du ein Musikstück für die Werbung deines Betriebs nutzen darfst, ist eine Frage der Rechte, nicht nur der Auswahl in der App.
Für eine Friseurin, die allein arbeitet und sich als Person zeigt, kann das Creator-Konto also passen. Für einen Salon mit Team eher nicht.
So entscheidest du dich
Eine einfache Faustregel: Steht der Betrieb im Vordergrund, nimm Business. Stehst du als Person im Vordergrund und bist der Betrieb im Grunde du selbst, kann Creator passen. Ein paar Beispiele:
- Bäckerei, Café, Blumengeschäft: Business, weil das Geschäft mit Adresse und Öffnungszeiten im Mittelpunkt steht.
- Elektriker, Tischlerei, Installateur: Business, weil Kundinnen und Kunden schnell anrufen oder schreiben wollen.
- Physiopraxis, Steuerberatung: Business, weil Praxis oder Kanzlei als Anlaufstelle auftreten. Beachte zusätzlich das jeweilige Berufsrecht, etwa keine Heil- oder Erfolgsversprechen.
- Selbstständige Fotografin, Personal Trainer: Creator kann passen, wenn die Person die Marke ist.
- Unsicher: Nimm Business. Für einen Betrieb machst du damit wenig falsch.
Was der Kontotyp nicht für dich erledigt
Manche hoffen, dass der richtige Kontotyp allein für mehr Anfragen sorgt. Das tut er nicht. Er schaltet Funktionen frei, aber ob Menschen deinem Betrieb folgen, entscheidet sich an anderer Stelle: an einem klaren Profil, an Beiträgen, die zeigen, was du kannst, und daran, ob du regelmäßig auftauchst.
Eine Tischlerei mit Business-Konto, die zuletzt vor einem halben Jahr etwas gepostet hat, gewinnt damit wenig. Dieselbe Tischlerei, die jede Woche ein fertiges Möbelstück zeigt, kurz erklärt, welches Holz verwendet wurde, und auf Fragen antwortet, baut sich Schritt für Schritt Vertrauen auf. Ein Beitrag könnte so klingen: „Frisch geölt und bereit für die Übergabe: ein Esstisch aus heimischer Eiche. Wir freuen uns schon auf die Gesichter morgen. #tischlerei #massivholz“
Verbring also nicht zu viel Zeit mit der Frage nach dem Kontotyp. Triff eine vernünftige Entscheidung, richte das Profil ordentlich ein und steck deine Energie dann in die Inhalte.
Wechseln ist jederzeit möglich
Die Entscheidung ist nicht endgültig. In den Einstellungen findest du im Bereich für professionelle Konten die Möglichkeit, den Kontotyp zu wechseln. Der genaue Menüpunkt heißt je nach App-Version etwas anders, die Suche in den Einstellungen hilft beim Finden.
Bevor du wechselst, prüf zwei Dinge: Funktionieren danach noch alle Werkzeuge, die du mit Instagram verbunden hast? Und bleiben die Kontaktangaben im Profil so, wie du sie haben willst? Nach einem Wechsel lohnt sich ein kurzer Blick aufs eigene Profil, am besten aus Sicht eines Besuchers.
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