Was Hashtags eigentlich tun
Ein Hashtag ist ein Begriff mit einer Raute davor, etwa #tischlerei oder #brautstrauss. Auf Instagram macht er deinen Beitrag über dieses Stichwort auffindbar. Wer nach dem Hashtag sucht oder ihm folgt, kann deinen Beitrag sehen, auch wenn er dir selbst nicht folgt.
Früher galten Hashtags als wichtigster Weg zu mehr Reichweite. Heute spielen andere Dinge eine große Rolle: wie Menschen auf einen Beitrag reagieren, ob sie ihn speichern oder teilen und worum es in Bild und Text geht. Auch Stichwörter in der Bildunterschrift helfen, dass ein Beitrag bei der Suche gefunden wird. Hashtags sind deshalb kein Zaubermittel, aber ein nützliches Werkzeug, um deinem Beitrag ein Thema zuzuordnen.
Wie viele Hashtags? Die ehrliche Antwort
Eine ideale Anzahl gibt es nicht, auch wenn du im Netz ständig Zahlen dazu findest. Instagram erlaubt nur eine begrenzte Anzahl Hashtags pro Beitrag, und diese Grenze hat sich schon geändert. Die aktuelle Grenze steht in der Hilfe von Instagram.
Instagram selbst hat in der Vergangenheit eher zu wenigen, gut passenden Hashtags geraten als zu langen Listen. Für einen kleinen Betrieb heißt das: Lieber eine Handvoll Begriffe, die wirklich zum Beitrag passen, als eine lange Wand aus Hashtags. Eine solche Wand wirkt schnell unruhig, und gelesen wird sie ohnehin nicht. Wie viele für dich gut funktionieren, findest du nur durch Ausprobieren heraus.
Passende Hashtags finden
Gute Hashtags beschreiben, was im Beitrag zu sehen ist, und treffen Begriffe, nach denen deine Kundschaft suchen würde. So findest du sie:
- Wie deine Kundschaft denken: Niemand sucht nach deinem Firmennamen, der dich nicht kennt. Nach #massivholztisch oder #brautstrauss aber schon eher.
- Die Instagram-Suche nutzen: Tipp einen Begriff ein und schau, welche verwandten Hashtags vorgeschlagen werden und welche Beiträge dort zu sehen sind.
- Das Umfeld prüfen: Stehen unter einem Hashtag nur Werbung, Spam oder ganz andere Themen, lass ihn weg.
- Mischen: Kombiniere einen breiten Begriff zur Branche mit einem genaueren zum Thema des Beitrags und eventuell einem lokalen.
- Eigener Hashtag: Ein Hashtag für deinen Betrieb lohnt sich vor allem, wenn Kundinnen und Kunden ihn auch verwenden, etwa bei Fotos von Torten oder Frisuren.
Lokale Hashtags für Betriebe vor Ort
Für die meisten kleinen Betriebe zählt die Kundschaft in der Umgebung mehr als Follower am anderen Ende der Welt. Lokale Hashtags verbinden ein Thema mit einem Ort, etwa mit dem Namen deiner Stadt oder Region. Ein Friseursalon kann so neben einem allgemeinen Friseur-Hashtag einen Hashtag mit dem Ortsnamen nutzen.
Prüf auch hier, ob der lokale Hashtag tatsächlich verwendet wird. Einer, den nur du nutzt, bringt keine neuen Besucher. Für viele Städte und Regionen gibt es ein paar etablierte Hashtags, die von Einheimischen und Tourismusseiten verwendet werden.
Zusätzlich lohnt sich der Standort: Instagram bietet beim Posten die Möglichkeit, einen Ort anzugeben. Für ein Café, eine Bäckerei oder ein Blumengeschäft ist das oft mindestens so nützlich wie ein Hashtag.
Fehler, die du vermeiden solltest
Einige Fehler sieht man bei Betrieben immer wieder. Die meisten lassen sich leicht vermeiden:
- Immer derselbe Block: Wer unter jeden Beitrag dieselbe Liste kopiert, ordnet Beiträge falsch zu. Pass die Hashtags an den Inhalt an.
- Nur riesige Hashtags: Unter sehr beliebten Begriffen wie #food geht ein Beitrag eines kleinen Betriebs schnell unter.
- Unpassende Trends: Hashtags zu Themen, die nichts mit dir zu tun haben, bringen die falschen Besucher und wirken unseriös.
- Eingeschränkte Hashtags: Manche Hashtags schränkt Instagram ein, etwa wenn dort viel Unangemessenes gepostet wurde. Ein kurzer Blick in die Suche zeigt, ob Beiträge normal angezeigt werden.
- Versprechen im Hashtag: Praxen, Apotheken und Kanzleien unterliegen eigenem Berufsrecht. Was als Heil- oder Erfolgsversprechen gilt, ist auch als Hashtag problematisch.
- Hashtags statt Text: Hashtags ersetzen keine gute Bildunterschrift. Erst der Text, dann die Hashtags.
Testen statt raten
Ob Hashtags dir etwas bringen, zeigen die Statistiken deines professionellen Kontos. Bei einzelnen Beiträgen siehst du, wie Menschen darauf gestoßen sind, etwa über die Startseite, dein Profil oder die Suche. Welche Quellen genau angezeigt werden, hat Instagram schon öfter verändert, schau also, was dir bei deinem Konto angezeigt wird.
Mach einen einfachen Test über einige Wochen: Nutze bei einem Teil der Beiträge wenige, sehr genaue Hashtags und bei einem anderen Teil mehr und breitere. Vergleiche danach Reichweite und Reaktionen von ähnlichen Beiträgen. Siehst du kaum einen Unterschied, weißt du, dass du nicht viel Zeit in die Hashtag-Suche stecken musst.
So könnte ein Beitrag einer Tischlerei aussehen: „Diese Eckbank aus Eiche ist gestern bei ihrer neuen Familie eingezogen. Maßgefertigt, geölt, gemacht für viele gemeinsame Abendessen. #tischlerei #massivholz #eckbank“. Wenige Begriffe, die genau beschreiben, was zu sehen ist.
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