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LinkedIn-Profil für Selbstständige: So wirst du gefunden und verstanden.

Wer deinen Beitrag spannend findet, klickt als Nächstes auf dein Profil, und dort entscheidet sich, ob er bleibt.

Warum das Profil zuerst kommt

Auf LinkedIn bist du als Selbstständiger nicht nur Absender von Beiträgen, du bist das Aushängeschild deines Betriebs. Wer einen Beitrag von dir sieht, eine Vernetzungsanfrage bekommt oder deinen Namen nach einem Gespräch sucht, landet auf deinem Profil. In wenigen Sekunden entscheidet diese Person, ob sie dich einordnen kann: Wer ist das, was macht er, und ist das für mich relevant?

Deshalb lohnt es sich, das Profil einmal gründlich einzurichten, bevor du regelmäßig postest. Ein halb ausgefülltes Profil mit altem Foto und der Überschrift „Inhaber“ verschenkt jeden Besuch, den dir ein guter Beitrag bringt. Die gute Nachricht: Das ist eine Aufgabe für einen ruhigen Nachmittag, nicht für jede Woche.

Foto und Titelbild: der erste Eindruck

Das Profilfoto sollte dich zeigen, nicht dein Logo. Ein freundliches, gut ausgeleuchtetes Bild, auf dem dein Gesicht gut zu erkennen ist, reicht völlig. Es muss kein Studiofoto sein. Ein Bild im eigenen Umfeld wirkt oft sogar glaubwürdiger: die Elektrikerin vor dem Schaltschrank, der Tischler in der Werkstatt, die Steuerberaterin am Besprechungstisch.

Das Titelbild, also die breite Fläche hinter deinem Foto, lassen viele einfach leer. Dabei ist es Platz für eine klare Botschaft. Du kannst ein Foto deiner Arbeit oder deines Betriebs verwenden oder eine schlichte Grafik mit einem Satz dazu, was du machst und für wen. Achte darauf, dass wichtige Inhalte nicht vom Profilfoto verdeckt werden und dass alles auch am Handy lesbar bleibt.

Die Überschrift: mehr als deine Berufsbezeichnung

Die Überschrift unter deinem Namen ist das Wichtigste auf dem ganzen Profil. Sie erscheint bei jedem Beitrag, jedem Kommentar und in den Suchergebnissen. Viele schreiben dort nur „Geschäftsführer“ oder „Inhaber bei ...“. Das sagt aber nichts darüber aus, womit du anderen hilfst.

Besser ist eine Überschrift, die beschreibt, was du tust und für wen. Nimm dabei die Wörter, nach denen deine Kunden selbst suchen würden. Der Platz ist begrenzt, also lieber kurz und klar als vollständig. Ein paar Beispiele aus kleinen Betrieben:

  • Tischlerei: Tischlermeister | Maßmöbel und Küchen aus Massivholz für Privatkunden
  • Steuerberatung: Steuerberaterin für Gründer, Handwerksbetriebe und kleine GmbHs
  • Elektriker: Elektrotechnik für Neubau und Sanierung | Photovoltaik und Ladestationen
  • Physiopraxis: Physiotherapeut mit eigener Praxis | Schwerpunkt Rücken und Sportverletzungen

Der Info-Bereich: deine Geschichte in wenigen Absätzen

Im Bereich „Info“ hast du Platz für einen längeren Text. Auch hier ist nur der Anfang sofort sichtbar, der Rest erst nach einem Klick. Die ersten zwei Sätze sollten deshalb sagen, was du machst und warum man sich an dich wenden sollte.

Ein bewährter Aufbau: Beginne mit dem Problem oder Wunsch deiner Kunden, beschreibe dann dein Angebot, erzähle kurz, was dich ausmacht (Erfahrung, Arbeitsweise, Region), und schließe mit einer klaren Einladung, etwa „Schreib mir eine Nachricht, wenn du ...“. Schreibe in der Ich-Form. Das ist dein persönliches Profil, kein Firmenprospekt.

Vermeide leere Begriffe wie „kompetent, zuverlässig, lösungsorientiert“. Das schreibt jeder. Viel konkreter wirkt ein Satz wie: „Ich plane jede Küche selbst und bin bei der Montage dabei.“

Erfahrung, Leistungen und Empfehlungen

Unter „Berufserfahrung“ trägst du deinen eigenen Betrieb als aktuelle Position ein. Wenn es eine LinkedIn-Unternehmensseite dazu gibt, verknüpfe sie. Dann erscheint das Logo, und Besucher kommen mit einem Klick zur Seite. Frühere Stationen kannst du kurz halten, außer sie stärken deine heutige Arbeit, etwa die Jahre als Geselle vor der Meisterprüfung.

LinkedIn bietet weitere Bereiche, zum Beispiel für Dienstleistungen, Kenntnisse oder hervorgehobene Inhalte. Die Bezeichnungen und der Umfang ändern sich immer wieder. Nutze, was es gerade gibt, um deine Leistungen aufzulisten oder einen guten Beitrag oben anzuheften.

Empfehlungen von Kunden oder Geschäftspartnern sind wertvoll, weil sie von anderen kommen. Frag gezielt Menschen, mit denen du gut zusammengearbeitet hast. Wenn du in einem Beruf mit eigenem Berufs- oder Standesrecht arbeitest, etwa in einer Praxis, einer Kanzlei oder als Finanz- oder Versicherungsberater, prüfe vorher, was dort zu Werbung und Empfehlungen erlaubt ist. Heilversprechen, Erfolgsversprechen und Details zu Patienten- oder Mandantenfällen gehören nicht auf dein Profil.

Kleine Einstellungen, die viel ausmachen

Einige Details übersehen viele, obwohl sie in wenigen Minuten erledigt sind:

Die meisten dieser Einstellungen findest du, wenn du dein eigenes Profil öffnest und auf „Profil bearbeiten“ oder die Stift-Symbole tippst. Wo genau sie liegen, verschiebt LinkedIn gelegentlich; die Hilfe von LinkedIn ist dann der verlässlichste Wegweiser. Schau dir dein Profil zum Schluss so an, wie andere es sehen, und frag dich: Würde ein neuer Kunde jetzt verstehen, was ich mache?

  • Profil-URL: Stelle eine kurze Adresse mit deinem Namen ein, die du auf Visitenkarten und in die E-Mail-Signatur schreiben kannst.
  • Kontaktinfos: Trag Website, Telefonnummer oder E-Mail ein, damit Interessenten dich ohne Umweg erreichen.
  • Öffentliche Sichtbarkeit: Prüf in den Einstellungen, ob dein Profil auch für Menschen ohne LinkedIn-Konto sichtbar ist.
  • Standort und Sprache: Gib deine Region an, wenn du vor allem lokal arbeitest, und schreib in der Sprache deiner Kunden.

Kurz gefragt.

Soll ich als Selbstständiger ein Profil oder eine Unternehmensseite nutzen?

Für die meisten kleinen Betriebe ist das persönliche Profil der wichtigere Ausgangspunkt, weil Menschen lieber mit Menschen in Kontakt treten. Eine Unternehmensseite kann zusätzlich sinnvoll sein, etwa für Stellenangebote oder wenn mehrere Leute im Betrieb auf LinkedIn aktiv sind.

Brauche ich ein kostenpflichtiges Premium-Konto?

Für ein gutes Profil und regelmäßige Beiträge reicht das kostenlose Konto. Premium bietet Zusatzfunktionen, deren Umfang sich je nach Paket unterscheidet. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie aktiv du neue Kontakte knüpfen willst.

Wie oft sollte ich mein Profil aktualisieren?

Eine feste Regel gibt es nicht. Schau es dir an, wenn sich an deinem Angebot etwas ändert, und sonst ab und zu in Ruhe. Ein aktuelles Foto und stimmige Kontaktdaten sind wichtiger als häufige Änderungen.

Und Pipeflow?

Das Profil richtest du selbst ein, dabei hilft Pipeflow nicht. Sobald es steht, übernimmt Pipeflow den Teil, der Woche für Woche Zeit kostet: Es liest deine Website und plant daraus Beiträge für LinkedIn und Instagram, mit Bild und Text. Nichts wird veröffentlicht, bevor du es freigibst.

Probier es mit deiner Website.

Pilotphase: kostenlos testen. Nichts wird veröffentlicht, bevor du es freigibst.