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Mitarbeiter und Lehrlinge über Social Media finden: So klappt es.

Viele gute Leute lesen keine Jobportale, sehen aber, was dein Betrieb auf Instagram und LinkedIn zeigt.

Warum Social Media bei der Personalsuche hilft

Viele gute Fachkräfte suchen gar nicht aktiv nach einem neuen Job. Sie haben eine Stelle, sind halbwegs zufrieden und schauen deshalb nicht auf Jobportale. Auf Instagram oder LinkedIn sind sie trotzdem unterwegs. Wenn dort regelmäßig ein Betrieb auftaucht, in dem es sichtbar gut läuft, bleibt das hängen. Wenn sie irgendwann wechseln wollen, denken sie an dich.

Social Media ersetzt also keine Stellenausschreibung, macht sie aber wirksamer. Wer deinen Betrieb schon ein wenig kennt, bewirbt sich leichter. Und wer eine Anzeige von dir sieht, schaut auf deinem Profil nach, wie es bei dir wirklich zugeht.

Einblicke zeigen statt nur Stellen ausschreiben

Der wichtigste Teil der Personalsuche passiert nicht an dem Tag, an dem du eine Stelle postest, sondern in den Monaten davor. Zeig, wie bei dir gearbeitet wird. Gute Themen dafür:

Wer auf Fotos oder in Texten erkennbar ist, muss vorher zustimmen. Hol die Einwilligung am besten schriftlich ein und erkläre, wofür die Bilder verwendet werden. Niemand sollte sich gedrängt fühlen, mitzumachen.

  • Arbeitsalltag: Wie sieht ein normaler Tag im Salon, in der Backstube oder auf der Baustelle aus?
  • Menschen: Kolleginnen und Kollegen stellen sich kurz vor und erzählen, was ihnen an der Arbeit gefällt.
  • Entwicklung: Weiterbildungen, bestandene Prüfungen, der ehemalige Lehrling, der jetzt Geselle ist.
  • Rahmen: Werkzeug, Arbeitskleidung, Arbeitszeiten oder Firmenauto, wenn es dabei etwas Besonderes gibt.

Lehrlinge und Azubis: junge Leute richtig ansprechen

In Österreich spricht man vom Lehrling und von der Lehre, in Deutschland vom Auszubildenden, kurz Azubi, und von der Ausbildung. Gemeint sind in beiden Fällen junge Menschen, die im Betrieb einen Beruf lernen. Wenn du in beiden Ländern gelesen wirst, kannst du ruhig beide Begriffe verwenden.

Junge Leute erreichst du am ehesten dort, wo sie selbst unterwegs sind, und über Menschen in ihrem Alter. Frag deine aktuellen Lehrlinge oder Azubis, welche Plattformen sie nutzen und was sie interessant fänden. Oft sind sie die besten Botschafter: Ein kurzer Beitrag, in dem sie erzählen, was sie in der ersten Woche gelernt haben, sagt mehr als jede Anzeige.

Denk auch an die Eltern. Sie reden bei der Berufswahl oft mit und sind häufig auf anderen Kanälen unterwegs als ihre Kinder. Ein ehrlicher Beitrag über Ausbildung, Betreuung und Chancen nach dem Abschluss spricht beide an.

Instagram oder LinkedIn: wo du wen erreichst

Instagram eignet sich gut für Einblicke in Handwerk, Gastronomie, Handel und alles, was man zeigen kann. Bilder aus der Backstube oder vom fertigen Haarschnitt wirken dort direkt. Für Lehrstellen und Jobs im Betrieb vor Ort ist es oft der naheliegende Kanal.

LinkedIn passt besser, wenn du Leute für Büro, Verwaltung, Technik oder Beratung suchst, etwa eine Bürokraft, eine Projektleitung oder eine Fachkraft für die Buchhaltung. Dort kannst du Stellen auch direkt ausschreiben; welche Möglichkeiten kostenlos sind und welche etwas kosten, steht bei LinkedIn selbst.

Welcher Kanal für dich am besten funktioniert, zeigt dir am Ende eine einfache Frage im Bewerbungsgespräch: „Wie bist du auf uns aufmerksam geworden?“ Notier dir die Antworten, dann weißt du nach einigen Monaten, wo sich der Aufwand lohnt.

Der Stellenbeitrag: klar, fair und einfach

Wenn du eine Stelle postest, schreib so, wie du sprichst. Sag, was die Person bei dir macht, was du erwartest und was du bietest. Eine Aufzählung von Floskeln wie „teamfähig, belastbar, flexibel“ hilft niemandem weiter.

Achte darauf, dass deine Ausschreibung gleichbehandlungskonform ist: Sie soll alle Geschlechter ansprechen und keine Anforderungen enthalten, die nichts mit der Arbeit zu tun haben, etwa zu Alter, Herkunft oder Religion. In Österreich und Deutschland gibt es dazu gesetzliche Vorgaben, und je nach Land können weitere Pflichtangaben dazukommen. Lass dich im Zweifel von der Wirtschaftskammer, der IHK oder der Handwerkskammer beraten.

Mach die Bewerbung so leicht wie möglich. Eine Telefonnummer, eine E-Mail-Adresse oder ein kurzes Formular auf der Website reichen oft. Gerade für junge Leute ist ein langer Lebenslauf keine gute erste Hürde. Ein Beispiel:

„Wir suchen dich als Lehrling bzw. Azubi im Friseurhandwerk. Bei uns lernst du vom ersten Tag an, mit einer festen Ansprechperson und Zeit für Fragen. Ruf einfach an oder schreib uns, ein Lebenslauf ist fürs Erste nicht nötig. #Lehrstelle #Ausbildung“

Nach dem Beitrag: schnell und freundlich reagieren

Der beste Stellenbeitrag nützt wenig, wenn auf Nachrichten tagelang niemand antwortet. Wer sich über Instagram oder LinkedIn meldet, erwartet meist eine schnelle, unkomplizierte Rückmeldung. Leg fest, wer im Betrieb Anfragen beantwortet und wie oft am Tag jemand nachschaut.

Auch Absagen gehören dazu. Eine kurze, freundliche Antwort hinterlässt einen guten Eindruck, und in kleineren Orten spricht sich das herum. Vielleicht passt die Person nicht für diese Stelle, aber für die nächste, oder sie empfiehlt dich jemandem, der genau passt.

Kurz gefragt.

Reicht ein einzelner Beitrag, um eine Stelle zu besetzen?

Manchmal, aber meistens nicht. Ein Stellenbeitrag wirkt viel stärker, wenn dein Profil davor schon Einblicke in den Betrieb gezeigt hat. Plane die Personalsuche deshalb als laufendes Thema, nicht als einmalige Aktion.

Darf ich Fotos von meinem Team für die Mitarbeitersuche verwenden?

Nur mit Einwilligung der abgebildeten Personen, am besten schriftlich. Eine Einwilligung kann widerrufen werden, dann solltest du das Foto nicht mehr verwenden. Genaue Auskunft gibt eine Datenschutzberatung oder deine Kammer.

Soll ich für Stellenbeiträge bezahlte Werbung schalten?

Bezahlte Anzeigen können mehr Menschen in deiner Region erreichen. Ob sich das lohnt, hängt vom Beruf und vom Budget ab. Teste es mit einem kleinen Betrag und vergleiche die Zahl der Bewerbungen mit der Zeit ohne Anzeige.

Und Pipeflow?

Pipeflow plant regelmäßig Beiträge für Instagram und LinkedIn aus den Inhalten deiner Website, damit dein Betrieb sichtbar bleibt, auch wenn gerade keine Stelle offen ist. Bei Fotos mit Personen fragt Pipeflow nach der Einwilligung. Werbeanzeigen schaltet Pipeflow nicht, und auf Nachrichten von Bewerbern antwortest du selbst.

Probier es mit deiner Website.

Pilotphase: kostenlos testen. Nichts wird veröffentlicht, bevor du es freigibst.