Pipeflow

Instagram für Restaurants und Cafés, ganz ohne Profifotografen.

Was du zeigen kannst, wie Gäste Öffnungszeiten und Speisekarte schnell finden und wie Essensfotos mit dem Handy gelingen.

Von Paul Hölzl und Ben Braunsperger, Gründer von Pipeflow · Zuletzt aktualisiert:

Wofür Gäste dein Profil nutzen

Bevor jemand ein neues Lokal ausprobiert, schaut er oft kurz nach: Wie sieht es dort aus? Was gibt es zu essen? Hat es heute offen? Dein Instagram-Profil ist dabei so etwas wie ein Schaufenster. Es muss nicht perfekt sein, aber es sollte die wichtigsten Fragen schnell beantworten.

Stammgäste nutzen Instagram anders: Sie wollen wissen, was es Neues gibt, etwa ein saisonales Gericht, einen neuen Kuchen oder eine Veranstaltung. Für beide Gruppen lohnt sich ein Profil, das aktuell ist und Lust auf einen Besuch macht.

Speisekarte und Tagesgerichte

Die Speisekarte gehört zu den Dingen, nach denen Gäste am häufigsten suchen. Stell sie nicht nur als abfotografiertes Blatt ein, das auf dem Handy kaum lesbar ist. Besser sind einzelne Beiträge zu Gerichten mit einem guten Foto und einem Satz dazu, und in der Bio ein Link zur aktuellen Karte auf deiner Website.

Tagesgerichte und Mittagsmenüs sind ideal für regelmäßige Beiträge, weil sie sich ständig ändern. Achte aber darauf, dass ein Beitrag mit dem Tagesgericht vom Montag am Donnerstag nicht mehr wie ein aktuelles Angebot wirkt. Schreib den Wochentag dazu, oder nutze für sehr kurzlebige Hinweise Stories, die nach einiger Zeit wieder verschwinden.

Wenn du Allergene oder Zutaten angibst, müssen die Angaben stimmen. Im Zweifel verweist du auf die Karte im Lokal oder auf deine Website, statt sie in jedem Beitrag neu aufzuzählen.

Team, Küche und Gäste zeigen

Menschen gehen gern dorthin, wo sie sich willkommen fühlen. Zeig deshalb nicht nur Teller, sondern auch, wer dahintersteht: die Köchin beim Anrichten, den Kellner, der seit Jahren dabei ist, die Lieferung vom Bauernhof aus der Umgebung am Morgen.

Ideen, die in den meisten Lokalen funktionieren:

  • Hinter den Kulissen: Vorbereitung am Morgen, frisch gebackenes Brot, das Einkochen von Marmelade.
  • Lieferanten: woher Fleisch, Gemüse oder Kaffee kommen, wenn du darauf Wert legst.
  • Saison: das erste Spargelgericht, Kürbiswochen, der Gastgarten oder die Terrasse im Frühling.
  • Veranstaltungen: Live-Musik, Themenabende, Feiertage, Räume für Feiern.
  • Gäste: nur, wenn sie ausdrücklich einverstanden sind. Ohne Zustimmung fotografierst du lieber leere Tische oder Hände mit Tassen, auf denen niemand erkennbar ist.

Öffnungszeiten und wichtige Infos

Nichts ärgert Gäste mehr, als vor verschlossener Tür zu stehen, obwohl online etwas anderes stand. Halte deshalb alle Stellen aktuell, an denen deine Öffnungszeiten auftauchen: Website, Google-Unternehmensprofil und Instagram.

Auf Instagram gehören die wichtigsten Infos in die Bio: was du bist, wo du bist und wie man reserviert. Mit einem professionellen Konto kannst du außerdem Kontaktmöglichkeiten hinterlegen. Geänderte Zeiten, Betriebsurlaub oder Ruhetage an Feiertagen kündigst du zusätzlich mit einem eigenen Beitrag an, am besten ein paar Tage vorher.

Für Infos, die dauerhaft wichtig sind, eignen sich Story-Highlights, zum Beispiel zu Speisekarte, Reservieren, Anfahrt oder Gutscheinen. Sie bleiben oben im Profil sichtbar.

Gute Fotos ohne Profi

Essensfotos mit dem Handy gelingen besser, als viele denken. Die wichtigsten Punkte:

  • Tageslicht: Ein Tisch am Fenster ist oft der beste Fotoplatz im Lokal. Pralle Sonne und Blitzlicht lieber vermeiden.
  • Schnell sein: Fotografiere das Gericht, solange es frisch ist. Salat fällt zusammen, Soßen bekommen eine Haut, der Milchschaum auf dem Kaffee vergeht.
  • Ruhiger Hintergrund: Störende Gläser, Servietten und Salzstreuer aus dem Bild räumen.
  • Perspektive wählen: Flache Gerichte wie Pizza oder Bowls wirken oft von oben gut, Burger oder Torten eher von der Seite.
  • Ehrlich bleiben: Das Gericht auf dem Foto sollte so aussehen wie das, was beim Gast auf dem Tisch landet.
  • Vorrat anlegen: Wenn ein neues Gericht auf die Karte kommt, gleich ein paar Fotos machen, bevor der Service losgeht.

Mit Bewertungen und Kommentaren umgehen

Gäste kommentieren, stellen Fragen per Nachricht oder markieren dich in ihren eigenen Beiträgen. Antworte auf Fragen zu Reservierungen, Öffnungszeiten oder Allergenen möglichst bald, sonst ruft die Person beim nächsten Lokal an.

Viele Bewertungen landen nicht auf Instagram, sondern bei Google und auf Bewertungsplattformen. Ein Dank für ein nettes Lob oder eine ruhige Antwort auf Kritik zeigt allen, die mitlesen, wie du mit Gästen umgehst. Eine schöne Bewertung kannst du auch als Anlass für einen Beitrag nutzen. Frag aber vorher die Person, ob du ihren Namen oder ihren Text zeigen darfst.

Wenn Gäste dich in ihren Beiträgen markieren, kannst du diese teilen, zum Beispiel in deiner Story. Auch hier gilt: Fremde Fotos nur mit Erlaubnis der Person, die sie gemacht hat.

Kurz gefragt.

Wie oft sollte ein Restaurant auf Instagram posten?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Wichtiger ist ein Rhythmus, den du neben dem Betrieb durchhältst. Viele Lokale kommen mit wenigen Beiträgen pro Woche gut aus und nutzen Stories für kurzfristige Hinweise wie das Tagesgericht.

Brauche ich für mein Café ein Business-Konto?

Ein professionelles Konto, also ein Business- oder Creator-Konto, gibt dir Statistiken und mehr Möglichkeiten für Kontaktangaben. Für ein Lokal ist das Business-Konto meist die naheliegende Wahl. Umstellen kannst du das in den Einstellungen der App.

Darf ich Fotos posten, auf denen Gäste zu sehen sind?

Nur, wenn die Gäste einverstanden sind. Frag lieber vorher nach oder fotografiere so, dass niemand erkennbar ist, etwa leere Tische, Hände oder den Raum vor der Öffnung.

Und Pipeflow?

Pipeflow liest deine Website mit Speisekarte, Angebot und Infos zum Lokal und plant daraus jede Woche Beiträge für Instagram und LinkedIn, mit Text, Bild und fester Uhrzeit. Eigene Fotos deiner Gerichte kannst du hochladen und einsetzen, und vor der Veröffentlichung gibst du alles frei. Stories macht Pipeflow nicht, und Kommentare, Nachrichten und Bewertungen beantwortest du weiterhin selbst. Für ein Tagesgericht, das sich jeden Morgen ändert, ist eine schnelle Story direkt in der App oft der flottere Weg.

Probier es mit deiner Website.

Pilotphase: kostenlos testen. Nichts wird veröffentlicht, bevor du es freigibst.