Pipeflow

Was du als Handwerksbetrieb posten kannst.

Konkrete Themen, bessere Baustellenfotos und ein Rhythmus, der auch bei vollen Auftragsbüchern funktioniert.

Von Paul Hölzl und Ben Braunsperger, Gründer von Pipeflow · Zuletzt aktualisiert:

Warum dir die Themen nicht ausgehen

Viele Handwerker glauben, sie hätten nichts zu zeigen. Dabei entsteht in einem Handwerksbetrieb jeden Tag etwas, das man sehen kann: ein Dachstuhl, eine Treppe, ein neues Bad, eine reparierte Heizung. Für dich ist das Alltag, für Außenstehende ist es oft spannend, weil sie selten sehen, wie so etwas entsteht.

Dazu kommt Wissen, das deine Kundschaft nicht hat. Welche Fragen hörst du immer wieder? Was sollte jemand wissen, bevor er ein Bad umbaut oder eine neue Heizung plant? Jede Antwort darauf ist ein möglicher Beitrag.

Konkrete Themen für Handwerksbetriebe

Diese Themen passen zu fast jedem Gewerk, ob Tischlerei, Elektro, Installateur, Maler, Dachdecker oder Fliesenleger:

  • Fertige Arbeiten: das Ergebnis eines Auftrags, mit ein, zwei Sätzen dazu, was die Herausforderung war.
  • Arbeit im Entstehen: Zwischenstände auf der Baustelle oder in der Werkstatt, etwa der Rohbau eines Möbels oder verlegte Leitungen vor dem Verputzen.
  • Material und Werkzeug: ein besonderes Holz, eine neue Maschine, ein Werkzeug, ohne das bei dir nichts geht.
  • Kundenfragen beantworten: zum Beispiel, worauf man bei einer neuen Haustür achten sollte oder warum ein Termin vor Ort vor dem Angebot sinnvoll ist.
  • Tipps zur Pflege: wie man geölte Holzflächen pflegt oder warum eine regelmäßige Wartung der Heizung sinnvoll ist.
  • Team und Ausbildung: neue Kolleginnen und Kollegen, Lehrlinge, Prüfungen, Jubiläen.
  • Betriebsalltag: der Fuhrpark am Morgen, die aufgeräumte Werkstatt am Freitag, ein Blick ins Lager.

Fotos auf der Baustelle: so werden sie besser

Du brauchst keine Profikamera. Ein aktuelles Handy reicht, wenn du ein paar Dinge beachtest:

  • Aufräumen vor dem Foto: Kabel, Kübel und Verpackungen kurz aus dem Bild räumen. Das dauert eine Minute und macht viel aus.
  • Licht nutzen: Tageslicht ist meist besser als grelles Baustellenlicht. In Innenräumen hilft es, die Fenster zu nutzen und mit dem Licht im Rücken zu fotografieren.
  • Gerade halten: Bei Räumen und Fassaden fallen schiefe Linien sofort auf. Das Raster in der Kamera-App hilft.
  • Nah ran: Details wie eine saubere Fuge, eine Holzmaserung oder ein ordentlich verdrahteter Verteiler zeigen Qualität oft besser als das Gesamtbild.
  • Linse putzen: Auf der Baustelle ist die Handykamera schnell staubig. Ein kurzes Abwischen verhindert milchige Bilder.

Vorher und Nachher richtig zeigen

Vorher-Nachher-Bilder funktionieren im Handwerk besonders gut, weil der Unterschied sofort sichtbar ist. Damit sie wirken, brauchst du aber ein Vorher-Foto, und das vergisst man im Stress leicht. Mach es dir zur Gewohnheit, beim ersten Termin auf der Baustelle ein Foto zu machen.

Fotografiere Vorher und Nachher möglichst aus demselben Blickwinkel und mit ähnlichem Ausschnitt. So erkennt man auf einen Blick, was sich verändert hat. Auf Instagram kannst du beide Bilder in einem Beitrag mit mehreren Fotos zeigen.

Wichtig: Frag die Kundschaft, ob du Fotos aus ihrem Haus oder ihrer Wohnung posten darfst. Achte darauf, dass keine Hausnummern, Autokennzeichen, Namen auf Briefkästen oder private Gegenstände wie Familienfotos zu sehen sind. Den genauen Ort nennst du besser nicht, eine Angabe wie „in der Region“ reicht.

Lehrlinge und Team zeigen

Beiträge über Lehrlinge und Mitarbeitende haben einen doppelten Nutzen: Sie zeigen deiner Kundschaft, wer bei ihr arbeitet, und sie zeigen möglichen Bewerberinnen und Bewerbern, wie es in deinem Betrieb zugeht. Gerade bei der Suche nach Lehrlingen kann das helfen, weil sich junge Leute oft zuerst auf Social Media umschauen.

Gute Anlässe sind der erste Arbeitstag, eine bestandene Lehrabschlussprüfung, ein Werkstück, auf das jemand stolz ist, oder ein Ausflug mit dem ganzen Team. Lass die Person selbst ein paar Sätze sagen, das wirkt echter als jeder Werbetext.

Frag vorher immer um Erlaubnis, am besten schriftlich. Bei Lehrlingen unter 18 Jahren solltest du zusätzlich die Eltern einbeziehen. Und respektiere es, wenn jemand nicht gezeigt werden möchte: Dann zeigst du eben die Hände bei der Arbeit oder das fertige Werkstück.

Wie oft posten? Ein Rhythmus, der hält

Für die meisten Handwerksbetriebe ist es realistischer, regelmäßig wenig zu posten, als zwei Wochen lang täglich und dann monatelang gar nicht. Eine feste Zahl, die für alle passt, gibt es nicht. Ein guter Startpunkt ist ein Rhythmus, den du auch in der Hochsaison durchhältst, zum Beispiel ein bis drei Beiträge pro Woche.

Hilfreich ist ein Fotovorrat: Mach unter der Woche nebenbei Bilder, wann immer etwas Sehenswertes entsteht, und sammle sie in einem eigenen Album auf dem Handy. Wenn du dann postest, musst du nicht erst nach einem Motiv suchen.

Und wenn eine Woche ausfällt, weil die Baustelle drängt, ist das kein Drama. Wichtig ist, dass du danach wieder anfängst und nicht wochenlang wartest, bis der perfekte Beitrag entsteht.

Kurz gefragt.

Soll ich als Handwerker eher auf Instagram oder auf LinkedIn posten?

Für Privatkunden und Lehrlinge ist Instagram oft die naheliegende Wahl, weil dort Bilder im Mittelpunkt stehen. LinkedIn lohnt sich, wenn du viel mit Firmen, Architekten oder Hausverwaltungen arbeitest. Viele Betriebe nutzen beide und passen nur den Text an.

Darf ich Fotos aus Kundenhäusern posten?

Nur mit dem Einverständnis der Eigentümer bzw. Bewohner. Achte außerdem darauf, dass keine Adressen, Kennzeichen oder privaten Gegenstände erkennbar sind. Wenn du die Frage gleich bei der Auftragsvergabe stellst, ist sie schnell geklärt.

Was mache ich, wenn ich keine schönen Baustellenfotos habe?

Dann zeig Details, Werkzeug, Material oder dein Team. Auch eine Textkachel mit einem Tipp oder einer häufigen Kundenfrage funktioniert. Und ab dem nächsten Auftrag machst du gezielt Vorher- und Nachher-Fotos.

Und Pipeflow?

Pipeflow liest deine Website, also deine Leistungen, Referenzen und Texte über den Betrieb, und plant daraus jede Woche Beiträge für Instagram und LinkedIn mit Text, Bild und fester Uhrzeit. Deine Baustellenfotos kannst du selbst hochladen und in einen Beitrag einsetzen. Was Pipeflow nicht kann: auf die Baustelle gehen. Gute Fotos von deiner Arbeit machst du weiterhin selbst, und die Einwilligung von Kundschaft und Team holst du auch selbst ein.

Probier es mit deiner Website.

Pilotphase: kostenlos testen. Nichts wird veröffentlicht, bevor du es freigibst.