Warum regionale Hashtags für Betriebe zählen
Für eine Friseurin in Wels oder einen Tischler im Mühlviertel zählen Menschen aus der Umgebung mehr als Follower am anderen Ende der Welt. Regionale Hashtags helfen Instagram, deinen Beitrag einem Ort zuzuordnen, und Menschen, die nach diesem Ort suchen, ihn zu finden. Wunder bewirken sie nicht, aber sie sind ein einfacher Baustein.
Die Grundlagen, also was Hashtags tun und wie viele sinnvoll sind, stehen im Ratgeber Hashtags richtig nutzen. Hier geht es um Österreich: welche Muster es gibt und wie du die passenden für deinen Ort findest.
Wichtig vorab: Alle Hashtags in diesem Artikel sind Beispiele für ein Muster, keine Empfehlung für genau diese Wörter. Ob ein Hashtag tatsächlich verwendet wird und zu dir passt, prüfst du selbst in der Instagram-Suche.
Muster 1: das Bundesland
Die gröbste Ebene ist das Bundesland. Viele Menschen kennzeichnen ihre Beiträge so, etwa mit #Wien, #Niederösterreich, #Oberösterreich, #Steiermark, #Tirol, #Kärnten, #Salzburg, #Vorarlberg oder #Burgenland. Daneben gibt es Kurzformen wie #ooe oder #noe und Varianten mit ausgeschriebenen Umlauten wie #oberoesterreich. Prüf am besten beide Schreibweisen.
Bundesland-Hashtags sind breit. Unter ihnen landen Urlaubsfotos, Landschaften und Beiträge zu allen möglichen Themen. Sie eignen sich als Ergänzung, aber selten als einziger regionaler Hashtag. Für ein Publikum außerhalb Österreichs nutzen manche Betriebe zusätzlich #austria.
Muster 2: Stadt und Ort
Näher dran ist der Name deiner Stadt oder Gemeinde, etwa #linz, #graz, #villach oder #dornbirn. Noch genauer wird es, wenn du den Ort mit einem Thema oder deiner Branche verbindest:
- Ort plus Branche: zum Beispiel #friseurwels, #physiotherapiegraz oder #tischlereilinz. Solche Hashtags nutzen oft Menschen, die gezielt suchen.
- Ort plus Thema: zum Beispiel #grazessen, #linzfood oder #salzburgcity. Hier findest du häufig Beiträge von Einheimischen und Gästen.
- Postleitzahl plus Stadt: in Wien kennzeichnen manche ihre Beiträge mit dem Bezirk, etwa #1070wien. Für ein Café oder eine Boutique im Grätzel kann das passen.
Muster 3: Regionen, Täler und Bezirke
Viele Österreicherinnen und Österreicher fühlen sich einer Region stärker verbunden als dem Bundesland. Hashtags wie #Mühlviertel, #Waldviertel, #Weinviertel, #Salzkammergut, #Wachau, #Zillertal, #Pinzgau oder #Bregenzerwald zeigen dieses Muster. Gerade im Tourismus und in der Gastronomie erreichen sie Menschen, die genau diese Gegend suchen.
Auch Bezirke werden genutzt, etwa in der Form #bezirkperg oder einfach mit dem Namen der Bezirkshauptstadt. Am Land ist das oft die beste Ebene, weil kleine Gemeinden für sich allein kaum gesucht werden.
Welche Ebene zu welchem Ort passt
Je nachdem, wo dein Betrieb liegt, ist eine andere Ebene am nützlichsten. Als Startpunkt:
- Großstadt wie Wien, Graz oder Linz: Der Stadtname allein ist sehr breit. Kombiniere ihn mit Branche, Thema oder Bezirk.
- Kleinere Stadt oder Bezirkshauptstadt: Der Ortsname kann schon gut funktionieren, dazu ein Hashtag für die Region.
- Tourismusort: Region und Ort zusammen, weil Gäste oft nach der Gegend suchen, in der sie Urlaub machen.
- Dorf oder kleine Gemeinde: eher Bezirk oder Region statt des Gemeindenamens, dazu der Standort im Beitrag.
So findest du lokale Hashtags
Statt Listen aus dem Internet zu übernehmen, kannst du in einer halben Stunde selbst eine passende Auswahl zusammenstellen:
- In der Suche nachschauen: Gib deinen Ortsnamen oder deine Region in die Instagram-Suche ein und schau, welche Hashtags vorgeschlagen werden.
- Bei anderen abschauen: Welche Hashtags nutzen deine Gemeinde, der Tourismusverband, das Stadtmarketing oder andere Betriebe im Ort?
- Die Beiträge prüfen: Öffne den Hashtag. Sind die Beiträge aktuell, aus deiner Gegend und passen sie zu dir? Wenn dort nur Werbung oder fremde Inhalte stehen, lass ihn weg.
- Eine kleine Liste anlegen: Notiere dir eine Handvoll regionaler Hashtags und wechsle zwischen ihnen, statt immer denselben Block zu kopieren.
- Den Standort nicht vergessen: Beim Posten kannst du einen Ort angeben. Für Lokale und Geschäfte ist das oft mindestens so nützlich wie ein Hashtag.
Beispiele für drei Betriebe
So könnte eine Auswahl aussehen. Die Hashtags zeigen nur das Muster, die tatsächlichen musst du für deinen Ort prüfen:
- Friseursalon in Wels: ein Hashtag für die Stadt, einer für Branche und Ort wie #friseurwels, einer fürs Bundesland, dazu ein oder zwei zum Thema des Beitrags, etwa #balayage.
- Café in Graz: #graz, ein Hashtag für Thema und Ort wie #grazcafe, ein Bezirk oder Viertel, wenn er genutzt wird, dazu #kaffeehaus oder ein Hashtag zum Kuchen der Woche.
- Tischlerei im Mühlviertel: #Mühlviertel, der Name der Bezirkshauptstadt, #tischlerei und ein Hashtag zum Projekt, etwa #küchenplanung.
Was du dir sparen kannst
Ein paar Gewohnheiten kosten Zeit und bringen wenig:
- Orte, an denen du nicht bist: #wien unter einem Beitrag aus Kärnten bringt keine Kundschaft, sondern eher Verwirrung.
- Immer derselbe Block: Wenn unter jedem Beitrag die gleichen Hashtags stehen, passen sie selten zum Inhalt.
- Sehr allgemeine Wörter: Hashtags wie #love oder #instagood haben mit deinem Betrieb nichts zu tun.
- Hashtags ohne Prüfung: Manche Hashtags zeigt Instagram nur eingeschränkt an, etwa weil dort viel Spam landet. Schau dir die Seite des Hashtags an, bevor du ihn verwendest.
Pipeflow