Pipeflow

Kundenbewertungen auf Social Media teilen, richtig und mit Erlaubnis.

Woher gute Bewertungen kommen, warum du vorher fragst, wie du Google-Bewertungen einbindest und wie aus einem Zitat eine schöne Textkachel wird.

Von Paul Hölzl und Ben Braunsperger, Gründer von Pipeflow · Zuletzt aktualisiert:

Warum Bewertungen auf Social Media wirken

Wenn du selbst sagst, dass deine Arbeit gut ist, ist das Werbung. Wenn eine Kundin es sagt, ist das eine Empfehlung. Deshalb gehören echte Kundenstimmen zu den stärksten Beiträgen, die ein kleiner Betrieb posten kann. Sie zeigen Menschen, die dich noch nicht kennen, was sie bei dir erwartet.

Dazu kommt: Die Bewertung ist schon geschrieben. Du musst nur noch fragen, sie schön gestalten und ein paar Sätze dazu schreiben. Wie du auf Bewertungen antwortest, ist ein eigenes Thema, das der Ratgeber Kommentare und Bewertungen beantworten behandelt. Hier geht es ums Teilen.

Woher die Bewertungen kommen

Viele Betriebe haben mehr gute Rückmeldungen, als sie denken. Schau an diesen Stellen nach:

  • Google-Unternehmensprofil: für viele Betriebe die wichtigste Quelle, weil dort Kundinnen und Kunden von sich aus schreiben.
  • Nachrichten und E-Mails: ein Dankeschön nach dem Auftrag, eine Karte nach dem Fest. Diese Nachrichten sind privat, hier musst du auf jeden Fall fragen.
  • Kommentare auf Instagram und LinkedIn: ein Satz unter einem Beitrag kann eine gute Kundenstimme sein.
  • Persönliche Rückmeldungen: Wenn dir jemand im Geschäft sagt, wie zufrieden er ist, frag, ob du das aufschreiben und teilen darfst.
  • Branchenplattformen: Bewertungsportale für Ärzte, Handwerker oder Hotels. Beachte deren Nutzungsbedingungen, bevor du Inhalte übernimmst.

Erst fragen, dann teilen

Auch wenn eine Bewertung öffentlich im Netz steht, hat die Person sie für Google geschrieben und nicht für deine Werbung. Name und Profilbild sind persönliche Daten. Am einfachsten und fairsten ist es deshalb, vorher kurz um Erlaubnis zu fragen. Das ist auch ein schöner Anlass, Danke zu sagen.

Eine kurze Nachricht reicht, etwa: „Danke für deine Bewertung, darüber haben wir uns sehr gefreut! Dürfen wir sie mit deinem Vornamen auf Instagram teilen?“ Die meisten zufriedenen Kunden sagen gern ja. Heb die Antwort auf, etwa als Bildschirmfoto der Nachricht, damit du später nachweisen kannst, dass du gefragt hast.

Wenn jemand seine Zustimmung später zurückzieht, nimm den Beitrag zügig herunter. Dieser Artikel ist eine praktische Orientierung und keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheit hilft dir deine Kammer oder eine Datenschutzberatung weiter.

Name, Foto und Details

Auch mit Erlaubnis lohnt es sich, sparsam mit persönlichen Angaben umzugehen:

  • Nur Vorname oder Initialen: „Maria aus Freistadt“ oder „M. K.“ reicht völlig, wenn die Person nichts anderes wünscht.
  • Kein Profilbild: Zeig das Foto der Person nur, wenn sie ausdrücklich einverstanden ist.
  • Details prüfen: Steht in der Bewertung etwas über andere Menschen, eine Adresse oder einen Preis, lass diesen Teil weg.
  • Gesundheit und Beratung: In Praxen und Kanzleien gelten Verschwiegenheitspflichten und oft eigene Werberegeln der Kammern. Frag dort nach, bevor du Patienten oder Mandanten zitierst, und teil nie etwas, das auf eine Behandlung oder einen Fall schließen lässt.

Google-Bewertungen teilen

Ein Bildschirmfoto der Bewertung ist schnell gemacht, zeigt aber Name, Profilbild und oft Werbung oder Menüs am Rand. Schöner und sicherer ist es, den Text abzutippen und als eigene Kachel zu gestalten. Darunter schreibst du, woher die Bewertung stammt, etwa „Google-Bewertung“. So bleibt nachvollziehbar, dass es eine echte Stimme ist.

Du darfst kürzen, solange der Sinn erhalten bleibt. Markiere Auslassungen mit drei Punkten in eckigen Klammern. Ändere aber nie Wörter so, dass die Bewertung besser klingt, als sie war. Und poste nie ausgedachte Bewertungen oder Stimmen von Familie und Team, als wären es Kunden. Das schadet dem Vertrauen und kann rechtlichen Ärger bringen.

Ein kleiner Zusatz kann helfen: „Mehr Bewertungen findest du in unserem Google-Profil.“ So lädst du Menschen ein, sich selbst ein Bild zu machen.

Die Bewertung als Textkachel gestalten

Eine Textkachel ist ein Bild, auf dem vor allem Text steht. Für Kundenstimmen ist das ideal, wenn ein paar Regeln beachtet werden:

  • Kurz halten: ein oder zwei Sätze, die das Wichtigste sagen. Den Rest kannst du in die Bildunterschrift schreiben.
  • Groß und lesbar: große Schrift, ausreichend Abstand zum Rand, starker Kontrast. Die Kachel muss auch am Handy lesbar sein.
  • Deine Farben: Verwende Farben und Schrift deines Betriebs, dann erkennt man die Kachel sofort als deine.
  • Klar gekennzeichnet: Anführungszeichen um das Zitat, darunter klein Vorname oder Initialen und die Quelle.
  • Eine feste Gestaltung: Wenn alle Kundenstimmen gleich aussehen, entsteht eine erkennbare Reihe in deinem Profil.
  • Oder mit Foto: Bei Handwerk und Gastro wirkt auch ein Foto vom Projekt oder Gericht, das Zitat steht dann in der Bildunterschrift. Mehr dazu im Ratgeber Textkacheln oder Fotos.

Die Bildunterschrift dazu

Unter der Kachel erzählst du kurz, worum es ging, und bedankst dich. Bleib dabei bescheiden. Ein Beispiel für eine Tischlerei: „Diese Worte haben uns diese Woche besonders gefreut. Für Familie K. haben wir im Frühling eine Küche aus Eiche geplant und eingebaut, mit einer Speis, die keinen Zentimeter verschenkt. Danke für das Vertrauen und die schöne Bewertung!“

Ein Beispiel für ein Café: „Wir freuen uns über jede Rückmeldung, über diese ganz besonders. Danke, Sabine! Der Topfenstrudel ist übrigens jeden Freitag frisch aus dem Ofen.“ Weitere Vorlagen findest du in den Social Media Post Vorlagen.

Wie oft Bewertungen posten

Kundenstimmen wirken am besten als Ergänzung, nicht als Hauptinhalt. Ein Profil, das nur aus Lob besteht, wirkt schnell wie ein Werbeprospekt. Ein guter Startpunkt ist etwa eine Bewertung im Monat, zwischen Beiträgen über deine Arbeit, dein Team und dein Wissen. Wenn du gerade ein neues Angebot hast, passt eine Bewertung dazu besonders gut.

Kurz gefragt.

Darf ich eine öffentliche Google-Bewertung einfach teilen?

Öffentlich heißt nicht, dass die Person mit Werbung einverstanden ist. Die sichere und freundliche Lösung ist, vorher zu fragen und nur Vornamen oder Initialen zu zeigen. Das ist keine Rechtsberatung, bei Fragen hilft deine Kammer.

Darf ich eine Bewertung kürzen?

Ja, solange der Sinn gleich bleibt. Kennzeichne Auslassungen und ändere keine Wörter, die die Aussage verbessern.

Was mache ich mit einer schlechten Bewertung?

Teilen musst du sie nicht. Beantworte sie aber dort, wo sie steht, sachlich und freundlich. Wie das geht, steht im Ratgeber Kommentare und Bewertungen beantworten.

Darf ich Kunden um Bewertungen bitten?

Ja, freundlich fragen ist in Ordnung, etwa mit einem Link nach dem Auftrag. Biete aber keine Gegenleistung an. Plattformen wie Google untersagen in ihren Richtlinien, Bewertungen gegen Vorteile zu sammeln.

Und Pipeflow?

Pipeflow gestaltet Beiträge mit Fotos von deiner Website, eigenen Fotos, KI-Bildern oder Textkacheln in deinen Farben. Eine Bewertung, die du teilen darfst, kannst du in einen geplanten Beitrag einbauen: Text bearbeiten, ein eigenes Bild wie deine gestaltete Kachel oder ein Projektfoto einsetzen und freigeben. Bewertungen sammeln, um Erlaubnis fragen und auf Bewertungen antworten bleibt bei dir.

Probier es mit deiner Website.

Pilotphase: kostenlos testen. Nichts wird veröffentlicht, bevor du es freigibst.