Warum sich Planen lohnt
Im Alltag eines kleinen Betriebs ist selten der richtige Moment für einen Instagram-Beitrag. Morgens wartet die Baustelle, mittags die Küche, abends die Buchhaltung. Wer jeden Beitrag spontan machen will, postet am Ende kaum.
Wenn du Beiträge planst, erledigst du die Arbeit gebündelt, etwa einmal pro Woche in Ruhe. Instagram veröffentlicht dann zur eingestellten Zeit, auch wenn du gerade beim Kunden bist. Das Ergebnis: Dein Konto bleibt regelmäßig, ohne dass du täglich daran denken musst.
Was du dafür brauchst
Direkt in der Instagram-App kannst du Beiträge auch mit einem normalen Konto planen. Willst du dafür aber Werkzeuge am Computer oder Programme anderer Anbieter nutzen, brauchst du ein Business- oder Creator-Konto. Der Wechsel ist kostenlos und dauert ein paar Minuten. Wie das geht, steht im Ratgeber zum Instagram-Business-Konto. Welche der beiden Kontoarten besser zu dir passt, erklärt der Artikel Business- oder Creator-Konto.
Vier Wege, Beiträge zu planen
Es gibt mehrere Möglichkeiten. Welche passt, hängt davon ab, wie viel du selbst machen willst:
- Direkt in der Instagram-App: Beim Erstellen eines Beitrags findest du auf dem letzten Bildschirm unter den weiteren Einstellungen die Möglichkeit, ihn zu planen. Der genaue Name des Menüpunkts kann sich mit App-Updates ändern. Gut für einzelne Beiträge.
- Meta Business Suite: das kostenlose Werkzeug von Meta für Instagram und Facebook. Am Computer siehst du einen Kalender und kannst mehrere Beiträge auf einmal einplanen.
- Planungstools anderer Anbieter: Sie verbinden sich über die offizielle Schnittstelle mit deinem Konto und bieten oft einen Kalender für mehrere Kanäle, Teamfunktionen und Freigaben. Die Inhalte lieferst du selbst.
- Werkzeuge, die auch Inhalte erstellen: Sie schlagen Texte und Bilder vor und planen sie gleich ein. Du prüfst und gibst frei. Einen Überblick über die verschiedenen Arten gibt der Ratgeber zu Tools für Social-Media-Automatisierung.
Eine Woche in einer Stunde vorbereiten
So kann eine feste Planungsstunde aussehen, zum Beispiel jeden Montag um acht, bevor das Telefon klingelt:
- Themen festlegen (10 Minuten): Welche drei Themen passen diese Woche? Ein Projekt, ein Tipp, ein Blick hinter die Kulissen. Ein Redaktionsplan hilft, dazu mehr im Ratgeber Redaktionsplan erstellen.
- Bilder aussuchen (10 Minuten): Fotos aus der letzten Woche durchgehen. Gewöhn dir an, bei der Arbeit nebenbei zwei, drei Fotos zu machen.
- Texte schreiben (25 Minuten): Pro Beitrag ein starker erster Satz, ein paar Zeilen Inhalt, eine einfache Einladung zum Schluss. Tipps im Ratgeber Instagram-Texte schreiben.
- Einplanen (10 Minuten): Beiträge mit Datum und Uhrzeit einstellen und kurz prüfen, ob alles stimmt.
- Puffer (5 Minuten): Gibt es diese Woche einen Feiertag, einen Betriebsurlaub oder eine besondere Aktion?
Ein Beispiel aus dem Alltag
Eine kleine Physiotherapiepraxis in Steyr plant jeden Montag drei Beiträge. Am Dienstag erscheint eine Übung für den Nacken mit Foto aus dem Behandlungsraum, am Donnerstag stellt sich eine Mitarbeiterin vor, natürlich mit ihrem Einverständnis, und am Samstag kommt ein kurzer Tipp für Menschen, die viel sitzen.
Die Inhaberin braucht dafür etwa eine Stunde pro Woche. Wenn Patienten unter einem Beitrag Fragen stellen, antwortet sie abends in ein paar Minuten. Wie so eine Woche konkret aussehen kann, zeigt auch das Instagram-Wochenplan-Beispiel.
Welche Uhrzeit du einstellen solltest
Eine Uhrzeit, die für alle passt, gibt es nicht. Ein guter Startpunkt ist die Zeit, zu der deine Kundinnen und Kunden typischerweise am Handy sind: morgens vor der Arbeit, in der Mittagspause oder am Abend. Wähl eine Zeit, bleib ein paar Wochen dabei und vergleich dann in deiner Statistik. Mehr dazu im Ratgeber zur besten Uhrzeit für Instagram.
Was Planen dir nicht abnimmt
Geplante Beiträge erscheinen von allein, aber Instagram bleibt ein soziales Netzwerk. Diese Dinge bleiben bei dir:
- Antworten: Kommentare und Nachrichten wollen beantwortet werden, am besten am selben Tag.
- Spontanes: Der erste Schnee auf der Terrasse, das neue Lehrmädchen, die volle Vitrine am Samstag. Solche Momente kannst du zusätzlich als Story oder spontanen Beitrag teilen.
- Kontrolle: Schau ab und zu, ob ein geplanter Beitrag noch passt. Eine fröhliche Aktion an einem Tag mit traurigen Nachrichten aus der Region wirkt unpassend.
Typische Fehler beim Planen
Diese Fehler passieren oft, lassen sich aber leicht vermeiden:
- Zu weit im Voraus planen und vergessen: Plane lieber zwei bis vier Wochen voraus als drei Monate.
- Links im Text: Links in Bildunterschriften sind auf Instagram nicht anklickbar. Verweise stattdessen auf den Link in deinem Profil.
- Immer derselbe Beitragstyp: Abwechslung zwischen Projekt, Tipp und Menschen hält das Profil lebendig.
- Nach dem Posten verschwinden: Wer nie auf Kommentare reagiert, verschenkt die Gespräche, die ein Beitrag auslöst.
Instagram-Beiträge automatisch planen
Wer jede Woche Bilder sucht und Texte schreibt, merkt schnell: Das Einplanen ist der kleinste Teil der Arbeit. Wenn dir vor allem die Zeit für Inhalte fehlt, kannst du Beiträge auch automatisch planen lassen. Pipeflow zum Beispiel liest deine Website und plant daraus jede Woche Feed-Beiträge mit Bild, Text und fester Uhrzeit. Du prüfst, tauschst bei Bedarf ein Foto aus und gibst frei. Dafür brauchst du ein Business- oder Creator-Konto, Stories und Reels machst du weiter selbst. Was dabei automatisch läuft und was du in der Hand behältst, zeigt die Seite Instagram-Beiträge automatisieren.
Pipeflow