Warum du LinkedIn-Beiträge planen solltest
Ein guter LinkedIn-Beitrag braucht einen klaren Gedanken und ein paar ruhige Minuten zum Schreiben. Beides hast du selten genau dann, wenn du eigentlich posten wolltest. Wer spontan postet, schreibt oft unter Zeitdruck oder lässt es ganz bleiben.
Wenn du Beiträge planst, schreibst du sie, wenn du Zeit und Ideen hast, zum Beispiel am Sonntagabend oder in einer ruhigen Stunde am Freitag. LinkedIn veröffentlicht sie dann zum eingestellten Zeitpunkt. So bleibt dein Profil regelmäßig aktiv, auch in stressigen Wochen.
So planst du direkt in LinkedIn
LinkedIn hat eine eigene Planungsfunktion, für das persönliche Profil und für Unternehmensseiten. Sie kostet nichts und reicht für viele kleine Betriebe völlig aus:
- Beitrag erstellen: Klick wie gewohnt auf „Beitrag beginnen“ und schreib deinen Text. Füg bei Bedarf ein Bild oder ein Dokument hinzu.
- Uhr-Symbol wählen: Neben dem Button zum Posten findest du ein kleines Uhr-Symbol. Darüber stellst du Datum und Uhrzeit ein.
- Planen bestätigen: Statt „Posten“ steht dann „Planen“ auf dem Button. Ein Klick, und der Beitrag ist eingeplant.
- Geplante Beiträge ansehen: Über dasselbe Uhr-Symbol im Erstellfenster findest du die Liste deiner geplanten Beiträge. Dort kannst du sie ansehen, verschieben oder löschen.
Wann sich ein Planungstool lohnt
Die Funktion in LinkedIn ist praktisch, aber einfach gehalten. Ein zusätzliches Werkzeug kann sinnvoll sein, wenn einer dieser Punkte auf dich zutrifft:
- Mehrere Kanäle: Du planst Instagram und LinkedIn und willst beides in einem Kalender sehen.
- Freigaben im Team: Eine Mitarbeiterin schreibt Entwürfe, du gibst sie frei.
- Keine Zeit zum Schreiben: Du willst Vorschläge für Texte und Bilder bekommen, statt jeden Beitrag selbst zu formulieren.
- Überblick: Du willst auf einen Blick sehen, welche Themen in den letzten Wochen dran waren.
Was du vor dem Planen vorbereiten solltest
Das Einplanen selbst dauert Sekunden. Die eigentliche Arbeit steckt in der Vorbereitung. Diese drei Dinge helfen:
Eine Themenliste. Sammle Fragen, die Kunden dir stellen, Erfahrungen aus Projekten und Gedanken zu deiner Branche in einer Notiz am Handy. Wenn du dich hinsetzt, musst du nicht bei null anfangen. Anregungen findest du im Ratgeber LinkedIn-Themen für Unternehmer.
Eigene Fotos. Mach bei der Arbeit nebenbei Fotos: das Team bei der Besprechung, ein Detail vom Projekt, die Werkstatt am Morgen. Echte Bilder wirken auf LinkedIn besser als Stockfotos.
Ein fester Termin. Leg dir einen wiederkehrenden Termin im Kalender an, zum Beispiel jeden Freitag von 14 bis 15 Uhr. Was einen festen Platz hat, passiert eher.
Eine einfache Wochenroutine
So könnte die Woche einer Steuerberaterin aussehen, die zweimal pro Woche auf LinkedIn postet:
- Freitag, 30 Minuten: zwei Themen aus der Notizliste aussuchen und beide Beiträge schreiben. Einer erklärt eine häufige Frage, einer erzählt von einer Erfahrung aus der Kanzlei, ohne Kundendaten.
- Freitag, 5 Minuten: beide Beiträge für Dienstag und Donnerstag morgens einplanen.
- Dienstag und Donnerstag, je 10 Minuten: nach dem Erscheinen auf Kommentare antworten und bei zwei, drei Kontakten selbst etwas kommentieren.
- Einmal im Monat, 15 Minuten: in der Statistik schauen, welche Beiträge gut liefen, und daraus lernen.
Die richtige Uhrzeit einstellen
LinkedIn ist ein berufliches Netzwerk, viele schauen rund um ihre Arbeitszeit hinein. Werktags morgens oder um die Mittagszeit ist deshalb ein guter Startpunkt. Ob das für dein Publikum stimmt, findest du nur durch Ausprobieren heraus. Wie du dabei vorgehst, steht im Ratgeber zur besten Zeit für LinkedIn.
Nach dem Erscheinen dabei sein
Auf LinkedIn leben Beiträge von Gesprächen. Wenn jemand in den ersten Stunden kommentiert und du antwortest, entsteht ein Austausch, und LinkedIn zeigt den Beitrag eher weiteren Menschen. Plane deine Beiträge deshalb auf Zeiten, zu denen du kurz reinschauen kannst. Ein Beitrag, der um acht erscheint, während du bis Mittag auf der Baustelle bist, hat es schwerer.
Mehr dazu, wie Beiträge mehr Menschen erreichen, liest du im Ratgeber LinkedIn-Reichweite steigern.
Typische Fehler beim Planen
Planen spart viel Zeit, aber ein paar Fallen gibt es:
- Planen und vergessen: Schau vor dem Erscheinen noch einmal drüber. Passt der Beitrag noch zur aktuellen Lage?
- Instagram-Text eins zu eins übernehmen: Auf LinkedIn darf der Text sachlicher und länger sein, mit wenigen Emojis und Hashtags. Mehr im Ratgeber Ein Thema, zwei Kanäle.
- Zu viel auf einmal: Lieber zwei Wochen gut geplant als zwei Monate halbherzig.
- Nur über die Unternehmensseite planen: Bei kleinen Betrieben erreicht das persönliche Profil meist mehr.
LinkedIn-Beiträge automatisch planen
Planen nimmt dir das pünktliche Veröffentlichen ab, schreiben musst du aber trotzdem selbst. Wenn genau das immer liegen bleibt, kannst du einen Schritt weitergehen und deine Beiträge automatisch planen lassen. Pipeflow zum Beispiel liest deine Website und plant daraus jede Woche fertige LinkedIn-Beiträge mit Text, Bild und Uhrzeit. Du liest drüber, änderst, was nicht passt, und gibst frei. Veröffentlicht wird über dein persönliches Profil, eine Unternehmensseite geht derzeit noch nicht. Wie das im Detail abläuft und wann es sich lohnt, erklärt die Seite LinkedIn-Beiträge automatisieren. Auf Kommentare antworten bleibt deine Aufgabe, denn davon lebt LinkedIn.
Pipeflow