Bevor du anfängst
Eine Unternehmensseite ist auf LinkedIn der offizielle Auftritt deines Betriebs, getrennt von deinem persönlichen Profil. Ob du überhaupt eine brauchst oder erst einmal mit dem Profil startest, klärt der Ratgeber Unternehmensseite oder Profil. Wenn du dich für eine Seite entschieden hast, geht es hier weiter.
Du brauchst ein persönliches LinkedIn-Profil, denn Seiten werden immer von Personen angelegt und verwaltet. Je nach Konto kann LinkedIn weitere Voraussetzungen stellen. Wie du dein eigenes Profil gut aufstellst, steht im Ratgeber LinkedIn-Profil für Selbstständige.
Leg dir vorher bereit: dein Logo als quadratische Datei, ein breites Titelbild, die Adresse deiner Website und zwei, drei Sätze, was dein Betrieb macht. Dann dauert das Anlegen nicht lange.
Ein Hinweis: LinkedIn ändert Menüs und Bezeichnungen immer wieder. Wenn ein Punkt bei dir anders heißt oder woanders liegt, such nach einer ähnlichen Bezeichnung oder schau in die Hilfe von LinkedIn.
Schritt 1: Die Seite anlegen
Der Weg zur neuen Seite sieht derzeit ungefähr so aus:
- Menü öffnen: Am Computer findest du oben rechts einen Bereich wie „Für Unternehmen“. In der App liegt der Einstieg je nach Version an anderer Stelle.
- Seite erstellen wählen: Dort gibt es einen Punkt wie „Unternehmensseite erstellen“.
- Art der Seite wählen: Für einen Betrieb ist das „Unternehmen“. Daneben gibt es Varianten für Bildungseinrichtungen und Unterseiten großer Firmen, die du nicht brauchst.
- Angaben ausfüllen und bestätigen: Du bestätigst, dass du berechtigt bist, im Namen des Betriebs zu handeln. Danach ist die Seite angelegt.
Schritt 2: Die Grundangaben
Beim Anlegen fragt LinkedIn einige Grunddaten ab. Diese Felder sind besonders wichtig:
- Name: so, wie Kundinnen und Kunden dich kennen. „Elektro Gruber“ wird eher gesucht als der vollständige Firmenwortlaut mit Rechtsform.
- Öffentliche Adresse: der Teil hinter linkedin.com/company/. Wähle etwas Kurzes und Eindeutiges, etwa den Firmennamen ohne Sonderzeichen, damit du sie später nicht ändern und überall neu verlinken musst.
- Website: am besten die Startseite oder eine Seite, auf der man dich gut kontaktieren kann.
- Branche, Größe und Unternehmensart: wähle die Branche, unter der man dich am ehesten sucht, und die Größe, die zu deinem Team passt.
- Logo: quadratisch und auch klein gut erkennbar. Ein Logo mit viel Text ist in der Vorschau oft kaum lesbar.
- Slogan: ein Satz, der sagt, was du machst und für wen. „Photovoltaik und Elektroinstallation für Betriebe im Innviertel“ ist hilfreicher als „Energie mit Zukunft“.
Schritt 3: Die Seite vervollständigen
Nach dem Anlegen kommst du in die Verwaltung der Seite. Nimm dir hier noch eine halbe Stunde, denn eine halbleere Seite wirkt, als wäre sie verlassen. Wichtig sind vor allem diese Bereiche:
Die Beschreibung im Bereich „Info“ oder „Übersicht“: ein paar kurze Absätze, was du machst, für wen, wo und was dich unterscheidet. Ein Beispiel für einen Installateur: „Wir sind ein Familienbetrieb mit acht Leuten in Steyr. Wir planen und bauen Bäder, Heizungen und Wärmepumpen für Private und Gewerbe im Umkreis von Steyr. Bei uns hast du vom ersten Termin bis zur Wartung dieselben Ansprechpartner. Wir bilden jedes Jahr Lehrlinge aus.“
Dazu kommen Standort, Gründungsjahr, Spezialgebiete und ein Titelbild. Für das Titelbild eignet sich ein echtes Foto aus deinem Betrieb, etwa das Team vor der Werkstatt. Viele Seiten bieten außerdem einen Button an, etwa für den Besuch der Website oder für Kontakt. Wähl das Ziel, das für neue Kundschaft am wichtigsten ist.
Schritt 4: Admins und Team verknüpfen
Füge mindestens eine zweite Person als Admin hinzu. Wenn du einmal keinen Zugriff hast oder den Betrieb verlässt, bleibt die Seite sonst verwaist. Die Einstellungen dazu findest du in der Verwaltung der Seite, meist unter einem Punkt wie „Admin-Tools“ oder „Einstellungen“.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erscheinen auf der Seite, wenn sie in ihrem Profil deinen Betrieb als Arbeitgeber eintragen und die Seite dabei auswählen. Das ist freiwillig. Frag dein Team, ob es mitmachen will, und erklär, warum es dem Betrieb hilft, etwa bei der Suche nach neuen Leuten.
Schritt 5: Die ersten Beiträge
Eine Seite ohne Beiträge wirkt leer. Bevor du die Seite bekannt machst, sollten ein paar Beiträge darauf stehen. Bewährt haben sich diese Themen für den Anfang:
- Ein Willkommensbeitrag: wer ihr seid, was ihr macht und was Besucher hier künftig finden.
- Das Team: ein Foto mit ein paar Sätzen zu den Menschen dahinter, mit deren Einverständnis.
- Ein aktuelles Projekt: was ihr gemacht habt und welche Herausforderung dabei war.
- Ein Fachtipp: eine Antwort auf eine Frage, die Kunden oft stellen.
- Eine offene Stelle: wenn du gerade suchst, in eigenen Worten statt nur als Anzeige. Weitere Ideen findest du in den LinkedIn Post Ideen für Unternehmen.
Schritt 6: Die Seite bekannt machen
Neue Seiten haben am Anfang kaum Follower. Das ist normal. So kommen die ersten:
- Von deinem Profil aus teilen: Teile wichtige Beiträge der Seite auf deinem persönlichen Profil. Dort hast du meist schon Kontakte.
- Kontakte einladen: LinkedIn bietet Seiten-Admins die Möglichkeit, eigene Kontakte zum Folgen einzuladen. Lade gezielt Menschen ein, für die die Seite interessant ist.
- Überall verlinken: auf der Website, in der E-Mail-Signatur, auf Angeboten und Rechnungen.
- Das Team einbeziehen: Wenn Mitarbeiter Beiträge der Seite teilen oder kommentieren, sehen das auch deren Kontakte. Zwing aber niemanden dazu.
Häufige Fehler
Diese Punkte sieht man bei Unternehmensseiten kleiner Betriebe immer wieder:
- Nur ein Admin: Wenn diese Person ausfällt, kommt niemand mehr an die Seite.
- Leere Felder: keine Beschreibung, kein Titelbild, keine Website. Das wirkt unfertig.
- Seite anlegen und vergessen: Ein letzter Beitrag von vor zwei Jahren ist schlechter als gar keine Seite.
- Nur Werbung: Wer nur Angebote postet, wird selten gelesen. Mische Wissen, Einblicke und Menschen dazu.
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