Pipeflow

Wie oft du als Betrieb auf LinkedIn posten solltest.

Keine Zauberzahl, aber ein Rhythmus, der zu deinem Alltag passt, und ein paar Dinge, die auf LinkedIn anders laufen als auf Instagram.

Von Paul Hölzl und Ben Braunsperger, Gründer von Pipeflow · Zuletzt aktualisiert:

Die kurze Antwort

Eine feste Zahl, die für alle stimmt, gibt es nicht. LinkedIn schreibt nicht vor, wie oft ein Profil posten muss, und Empfehlungen wie „jeden Tag“ stammen meist von Leuten, die hauptberuflich Inhalte machen. Für eine Steuerberaterin mit vollem Kalender oder einen Tischlermeister, der tagsüber in der Werkstatt steht, passen sie selten.

Ein guter Startpunkt für die meisten kleinen Betriebe ist ein Beitrag pro Woche. Wenn das gut läuft, kannst du auf zwei oder drei erhöhen. Entscheidend ist, dass du den Rhythmus über Monate halten kannst. Ein Beitrag jede Woche bringt mehr als zehn Beiträge in einem Monat und danach Funkstille.

Warum LinkedIn anders funktioniert als Instagram

Wenn du schon weißt, wie oft du auf Instagram posten willst, kannst du die Zahl nicht einfach übertragen. Auf LinkedIn gelten ein paar andere Spielregeln:

  • Text zählt mehr: Ein guter Gedanke in ein paar Absätzen funktioniert auf LinkedIn oft auch ohne aufwendiges Bild. Dafür braucht jeder Beitrag etwas mehr Überlegung.
  • Beiträge leben länger: Nach der Erfahrung vieler Nutzer tauchen Beiträge auf LinkedIn oft noch Tage später im Feed auf. Du musst also nicht täglich nachlegen, um sichtbar zu bleiben.
  • Gespräche sind wichtig: Kommentare und Antworten haben auf LinkedIn großes Gewicht. Ein Beitrag, unter dem du mit Leuten redest, bringt oft mehr als zwei Beiträge ohne Reaktion.
  • Die Zielgruppe ist beruflich unterwegs: Viele lesen LinkedIn im Arbeitsalltag. Wann deine Leute online sind, steht im Ratgeber Beste Uhrzeit für LinkedIn.

Ein Rhythmus, der zu dir passt

Statt dich an einer Zahl aus dem Internet zu orientieren, frag dich, wie viel Zeit du realistisch hast. Drei Stufen als Orientierung:

  • Einstieg, ein Beitrag pro Woche: passt für fast jeden. Ein fester Tag, etwa Dienstag oder Mittwoch, macht es leichter, dranzubleiben.
  • Aktiv, zwei bis drei Beiträge pro Woche: sinnvoll, wenn du über LinkedIn Aufträge, Partner oder Mitarbeiter gewinnen willst und genug Themen hast.
  • Viel, jeden Werktag: nur, wenn die Qualität hält und du auch Zeit für Kommentare hast. Für die meisten kleinen Betriebe ist das kein Muss.

Profil oder Unternehmensseite: wo öfter posten?

Auf LinkedIn folgen Menschen eher Menschen als Logos. Für kleine Betriebe ist deshalb meist das persönliche Profil der Inhaberin oder des Inhabers der wichtigere Kanal. Dort lohnt sich der regelmäßige Rhythmus am meisten.

Eine Unternehmensseite kann seltener bespielt werden, etwa mit einem Beitrag alle ein bis zwei Wochen. Viele Betriebe teilen wichtige Beiträge der Seite zusätzlich auf dem persönlichen Profil. Wie du dich entscheidest, steht im Ratgeber Unternehmensseite oder Profil, und wie du eine Seite anlegst, im Ratgeber LinkedIn Unternehmensseite erstellen.

Beispiele aus der Praxis

So könnte ein machbarer Rhythmus in verschiedenen Branchen aussehen. Nimm die Beispiele als Anregung, nicht als Vorschrift:

  • Steuerberatung in Linz: jeden Dienstag ein kurzer Fachtipp, etwa zu einer Frist oder einer häufigen Frage. Einmal im Monat zusätzlich ein Blick in den Kanzleialltag.
  • Tischlerei im Innviertel: zwei Beiträge pro Woche. Einer zeigt ein fertiges Projekt mit Gedanken zur Planung, einer erzählt aus der Werkstatt oder von der Lehrlingssuche.
  • Elektrobetrieb mit Serviceteam im Mühlviertel: ein Beitrag pro Woche aus dem Service, etwa eine Wartung in einer Wohnanlage oder ein neues Messgerät. Ideen dafür stehen bei den LinkedIn-Ideen für Elektriker.
  • Physiotherapiepraxis in Graz: ein Beitrag pro Woche für Ärztinnen, Ärzte und Betriebe in der Umgebung, etwa zur Zusammenarbeit oder zu Rückengesundheit am Arbeitsplatz.
  • Unternehmensberater in Salzburg: drei Beiträge pro Woche, weil LinkedIn sein wichtigster Kanal für neue Aufträge ist. Dazu jeden Tag ein paar Minuten für Kommentare.
  • Großhandel für Gastrobedarf in Wien: ein Beitrag pro Woche mit Neuheiten oder Einblicken ins Lager, dazu Stellenanzeigen, wenn gerade gesucht wird.

Was wichtiger ist als die Zahl

Die Frage „wie oft“ ist nur ein Teil. Diese Punkte entscheiden oft mehr darüber, ob LinkedIn für dich funktioniert:

  • Gleichmäßigkeit: lieber jede Woche am selben Tag als unregelmäßig in Schüben.
  • Antworten: wenn jemand kommentiert, antworte. Und kommentiere selbst ab und zu bei Kontakten und Kunden.
  • Ein Beitrag pro Tag reicht: mehrere Beiträge am selben Tag konkurrieren miteinander. Verteil sie lieber auf die Woche.
  • Ein Gedanke pro Beitrag: ein klarer Punkt ist leichter zu lesen als ein Text, der alles auf einmal sagen will.
  • Echte Einblicke: Erfahrungen aus deinem Betrieb wirken stärker als allgemeine Weisheiten.

Wann du mehr oder weniger posten solltest

Schau einmal im Monat in die Statistik deiner Beiträge. Wenn Beiträge regelmäßig Kommentare bekommen und dir die Themen nicht ausgehen, probier für ein paar Wochen einen Beitrag mehr. Wenn du merkst, dass du Beiträge nur noch hinschreibst, damit etwas erscheint, geh lieber einen Schritt zurück.

Weniger posten ist kein Scheitern. Ein guter Beitrag pro Woche ist besser als drei schwache. Mehr Tipps zur Wirkung deiner Beiträge findest du im Ratgeber LinkedIn Reichweite steigern.

So hältst du den Rhythmus durch

Die meisten hören nicht auf, weil ihnen die Ideen fehlen, sondern weil der Alltag dazwischenkommt. Diese Gewohnheiten helfen:

  • Eine Themenliste anlegen: sammle Ideen, sobald sie auftauchen. Anregungen findest du in den LinkedIn Post Ideen für Unternehmen.
  • Im Voraus planen: schreib zwei oder drei Beiträge auf einmal und plane sie ein. Wie das geht, steht im Ratgeber LinkedIn-Beiträge planen.
  • Einen festen Termin setzen: eine halbe Stunde pro Woche im Kalender, nur für LinkedIn.
  • Nicht perfekt sein wollen: ein ehrlicher, kurzer Beitrag ist besser als ein perfekter, der nie fertig wird.

Kurz gefragt.

Ist täglich posten auf LinkedIn zu viel?

Nicht grundsätzlich, aber für die meisten kleinen Betriebe ist es mehr, als sie gut durchhalten. Wenn jeder Beitrag etwas zu sagen hat, ist täglich in Ordnung. Wenn die Qualität leidet, sind ein bis drei Beiträge pro Woche die bessere Wahl.

Darf ich mehrere Beiträge am selben Tag posten?

Du darfst, aber es bringt selten etwas. Die Beiträge nehmen sich gegenseitig Aufmerksamkeit weg. Verteil sie lieber auf verschiedene Tage.

Soll ich am Wochenende auf LinkedIn posten?

Viele lesen LinkedIn vor allem unter der Woche. Ob am Wochenende jemand reagiert, hängt von deiner Zielgruppe ab. Probier es ein paar Mal aus und vergleiche in der Statistik, statt dich auf allgemeine Regeln zu verlassen.

Wie lange dauert es, bis regelmäßiges Posten etwas bringt?

Das lässt sich nicht seriös vorhersagen. Rechne eher mit Monaten als mit Wochen. Oft merkst du es zuerst daran, dass dich jemand im Gespräch auf einen Beitrag anspricht.

Zählt ein Kommentar bei anderen auch als Aktivität?

Für deine Sichtbarkeit ja, denn gute Kommentare werden von anderen gelesen. Sie ersetzen eigene Beiträge nicht ganz, sind aber eine gute Ergänzung, vor allem in Wochen, in denen du wenig Zeit hast.

Und Pipeflow?

Pipeflow plant LinkedIn-Beiträge in dem Rhythmus, den du wählst: drei Mal pro Woche, jeden Werktag oder täglich, zu deiner Uhrzeit und höchstens ein Beitrag pro Kanal und Tag. Die Beiträge entstehen aus deiner Website, mit Text und Bild, und erscheinen auf deinem persönlichen LinkedIn-Profil, sobald du sie freigegeben hast. Eine Unternehmensseite bespielt Pipeflow derzeit nicht, und Kommentare beantwortest du selbst.

Probier es mit deiner Website.

Pilotphase: kostenlos testen. Nichts wird veröffentlicht, bevor du es freigibst.